Forbes-Report: 2026 wird das Jahr der Cyber-Resilienz
03.01.2026 - 17:34:12Forbes fordert einen strategischen Wechsel in der Cybersicherheit: Identitätsmanagement, fokussiertes Patchen und Compliance-Integration sind die entscheidenden Grundlagen für 2026.
Die Zeitschrift Forbes hat zum Jahresauftakt einen wegweisenden Leitfaden veröffentlicht. Er zeigt, wie Unternehmen sich gegen die wachsende Flut von Cyberangriffen wappnen müssen. Die zentrale Botschaft: Reine Abwehr reicht nicht mehr aus.
In der am 3. Januar 2026 veröffentlichten Analyse „Top 10 Cybersecurity New Year’s Resolutions“ fordert Branchenveteran Emil Sayegh einen strategischen Kurswechsel. Die Zeit halbherziger Neujahrsvorsätze, die bis März verpuffen, sei vorbei. Cybervorfälle seien heute alltägliche Geschäftsrisiken, keine Ausnahmefälle. Die Roadmap plädiert für einen Wechsel von reaktiver Verteidigung hin zu ergebnisorientierten Sicherheitsstrategien.
Identität wird zur neuen Firewall
Der Dreh- und Angelpunkt der neuen Strategie ist ein radikaler Fokus auf Identity Access Management (IAM). Die Kompromittierung von Identitäten durch Phishing oder wiederverwendete Passwörter ist laut Report der häufigste Einfallstor für Angriffe.
Die Empfehlung lautet, die Identität zum Zentrum der Sicherheitsarchitektur zu machen. Das geht über starke Passwortrichtlinien hinaus. Unternehmen müssen strenge Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Nutzer durchsetzen, besonders für Administratoren. Geteilte Konten sollen der Vergangenheit angehören. Jeder Mitarbeiter, Auftragnehmer und Partner erhält eine eindeutige digitale Identität, um die seitliche Bewegung von Angreifern im Netzwerk zu verhindern.
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Eng damit verbunden ist die Forderung, privilegierte Zugriffsrechte massiv einzuschränken. Angreifer nutzten oft „Bequemlichkeitsrechte“ – unnötige Admin-Rechte auf Standard-Benutzerkonten. Wer lokale Administratorrechte standardmäßig deaktiviert und erhöhte Aktivitäten strikt protokolliert, verkleinert seine Angriffsfläche erheblich.
Intelligentes Patchen und die Gefahr von innen
Ein weiterer Schwerpunkt ist ein neuer Ansatz im Umgang mit Sicherheitslücken. Sicherheitsteams leiden unter „Alert Fatigue“ durch die Flut an Warnungen. Die Lösung für 2026: Patchen, was Angreifer wirklich ausnutzen.
Statt sich nur auf abstrakte Risikobewertungen zu verlassen, sollen sich Teams an echter Bedrohungsintelligenz orientieren. Wer Ressourcen auf die wenigen, aktiv genutzten Schwachstellen konzentriert, schließt die gefährlichsten Türen zuerst. Das ist effizienter, als theoretische Risiken zu bekämpfen, die vielleicht nie ausgenutzt werden.
Parallel warnt der Leitfaden davor, Insider-Bedrohungen zu unterschätzen. Da die äußeren Verteidigungsringe härter werden, setzen Gegner zunehmend auf erpressbare Mitarbeiter oder kompromittierte Konten. Insider-Risiken müssen als eigene Disziplin behandelt werden – mit Verhaltensmonitoring und dem Prinzip der geringsten notwendigen Rechte, um Anomalien zu erkennen, bevor Daten abfließen.
Compliance wird zum strategischen Werkzeug
Der dritte Pfeiler betrifft die oft getrennten Welten von Compliance und Sicherheit. Regulatorische Vorgaben sind nicht dasselbe wie umfassende Sicherheit, doch ihr Ignorieren schafft systemische Schwachstellen.
Mit Rahmenwerken wie dem NIST Cybersecurity Framework oder der Cybersecurity Maturity Model Certification (CMMC) als De-facto-Standards rät Forbes, Compliance nicht als lästige Hürde zu sehen. Stattdessen sollen diese Vorgaben 2026 direkt in die Sicherheitsstrategie integriert werden. Diese Ausrichtung schafft ein einheitliches System aus Risikomanagement, Compliance und aktiver Verteidigung – und macht Unternehmen widerstandsfähiger gegen sowohl Strafen als auch Angriffe.
KI der Angreifer vs. Disziplin der Verteidiger
Die Veröffentlichung fällt in eine intensive Branchendebatte. In einer separaten Analyse vom 1. Januar 2026 spricht Forbes-Kollege Mark Kraynak vom „Hamsterrad des Schmerzes“ in der Cybersicherheit. Die Wirksamkeit grundlegender Kontrollen habe in den letzten fünf Jahren nachgelassen, während Angreifer sich anpassten.
Die entscheidende Herausforderung für 2026 ist die KI-Asymmetrie. Wie Berichte von Chuck Brooks Ende 2025 zeigen, nutzen Angreifer Künstliche Intelligenz, um Phishing und die Suche nach Schwachstellen zu automatisieren. In dieser Lage wird die disziplinierte Umsetzung der „Basics“ – Identitätskontrolle, Patchen und Insider-Überwachung – zur einzigen verlässlichen Verteidigung gegen maschinell schnelle Angriffe.
Die Botschaft für das Jahr 2026 ist eindeutig: Die Technologie zum Schutz von Unternehmen existiert. Doch sie erfordert die disziplinierte Anwendung von Grundlagen, angetrieben von Führungskräften, die Widerstandsfähigkeit höher bewerten als Bequemlichkeit. Für Unternehmen, die diese Lektion früh im ersten Quartal verinnerlichen, dürfte sich der Gap zu weniger vorbereiteten Wettbewerbern vergrößern.
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