FBI warnt vor dramatischem Anstieg von „Jackpotting“-Attacken
20.02.2026 - 23:49:55 | boerse-global.deDie US-Bundespolizei schlt Alarm: Immer mehr Geldautomaten werden mit Schadsoftware geknackt. Kriminelle erbeuteten allein 2025 über 20 Millionen Euro.
Die Bedrohung für die Finanzinfrastruktur wächst. Das FBI warnt US-Banken vor einer dramatischen Zunahme hochprofessioneller Angriffe auf Geldautomaten. Die als ?Jackpotting? bekannte Methode erlaubt es Kriminellen, Geldautomaten zur sofortigen Bargeldausgabe zu zwingen. Im vergangenen Jahr wurden über 700 solcher Vorfälle registriert ? mit einem Schaden von mehr als 20 Millionen Euro.
Im Zentrum der Angriffswelle steht die Schadsoftware Ploutus. Sie nutzt eine entscheidende Schwachstelle aus: die standardisierte Schnittstelle, über die die Automaten-Software mit den Hardware-Komponenten wie dem Geldausgeber kommuniziert. Die Malware umgeht so jede Bank-Autorisierung und gibt Kriminellen die vollständige Kontrolle über den Automaten.
Die Infektion erfolgt durch eine Mischung aus physischem Einbruch und Cyber-Angriff. Täter öffnen oft mit leicht erhältlichen Generalschlüsseln das Gehäuse. Anschließend spielen sie die Malware ein ? etwa über eine präparierte Festplatte. Innerhalb weniger Minuten kann der Automat komplett geleert werden.
Internationale Banden im Visier der Justiz
Hinter den Attacken stehen oft internationale Verbrecher-Netzwerke. Das US-Justizministerium erhob Ende Januar 2026 Anklage gegen 87 mutmaßliche Mitglieder einer landesweiten Jackpotting-Vereinigung. Viele der Beschuldigten sollen Verbindungen zur transnationalen kriminellen Organisation Tren de Aragua haben.
Die Banden reisten demnach gezielt durchs Land, um Banken und Kreditinstitute auszuspähen. Die erbeuteten Millionen sollen andere illegale Aktivitäten der Gruppe finanziert haben. Die Anklagen umfassen unter anderem Verschwörung zum Bankbetrug und Computerbetrug.
Schwachstellen im System: Physisch und digital
Der Erfolg der Ploutus-Malware offenbart grundlegende Sicherheitslücken. Viele Geldautomaten laufen auf veralteten Windows-Systemen und sind mit Standard-Schlössern gesichert. Diese Schwachstellen machen es organisierten Banden leicht.
Für Banken bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Sie müssen sowohl die physische Sicherheit ihrer Automaten verstärken als auch ihre Cyber-Abwehr verbessern. Das FBI empfiehlt konkrete Gegenmaßnahmen: Standardschlösser austauschen, Gehäuse verstärken und die Systeme aktiv auf Anzeichen einer Ploutus-Infektion überwachen.
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Ein Wettlauf ohne Ende
Der Kampf gegen die Automaten-Hacker ist ein technologisches Wettrüsten. Während Banken und Hersteller ihre Sicherheit erhöhen, entwickeln Kriminelle ständig neue Malware-Varianten. Experten befürchten, dass Angreifer künftig versuchen könnten, die Schadsoftware auch remote, also ohne physischen Zugriff, einzuschleusen.
Die Finanzbranche dürfte daher fortschrittlichere Schutzmaßnahmen vorantreiben. Dazu gehören vollständige Festplattenverschlüsselung, einzigartige Sicherheitsschlösser und Software-Integritätsprüfungen. Die jüngsten Strafverfolgungsmaßnahmen zeigen zwar Entschlossenheit, doch die grundlegenden Schwachstellen deuten darauf hin: Jackpotting bleibt eine der größten Cyber-Herausforderungen für Banken.
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