EU-Verbraucherstimmung, Impulse

EU-Verbraucherstimmung steigt leicht – Österreich hofft auf Impulse

19.02.2026 - 21:01:11

Das Konsumklima in der Eurozone verbessert sich leicht, angetrieben von sinkender Inflation. Für die exportabhängige österreichische Wirtschaft sind das wichtige Signale, doch Experten sehen weiterhin Risiken.

Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hellt sich im Februar leicht auf. Die Europäische Kommission meldet heute einen kleinen Anstieg des Konsumklimaindex. Getrieben wird der Optimismus von der nachlassenden Inflation. Für die exportabhängige österreichische Wirtschaft sind das wichtige Signale.

Sinkende Preise lassen Hoffnung keimen

Der Indikator für das Verbrauchervertrauen kletterte um 0,2 Punkte auf nun minus 12,2 Punkte. Damit setzt sich der Aufwärtstrend vom Januar fort. Die Hauptursache ist klar: Die Inflation im Euroraum fiel im Januar auf 1,7 Prozent – den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren. Vor allem die gesunkenen Energiekosten entlasten die Haushaltskassen und stärken die Kaufkraft.

Doch Vorsicht ist geboten. Der aktuelle Wert liegt noch deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Volkswirte hatten zudem einen etwas stärkeren Anstieg erwartet. Die leichte Besserung signalisiert also keine Kauflaune, sondern ein Nachlassen des extremen Pessimismus.

Österreichs Exporte brauchen europäische Nachfrage

Warum beobachtet Wien die Zahlen so genau? Österreichs Wirtschaft hängt stark von der Konjunktur im Euroraum ab. Mehr Zuversicht bei deutschen oder italienischen Verbrauchern könnte die Nachfrage nach österreichischen Gütern und Dienstleistungen beleben.

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Das wäre ein willkommener Impuls für Industrie und Tourismus.

Allerdings bleibt die Lage fragil. Die Inflation in Österreich lag im Januar bei 2,0 Prozent und damit leicht über dem Eurozonen-Durchschnitt. Das belastet die heimische Kaufkraft stärker.

Auf wackeligem Fundament

Die Erholung steht auf keinem sicheren Boden. Die Wirtschaft kämpft noch mit den Nachwirkungen von Energiekrise und Rezession. Experten warnen vor geopolitischen Risiken und der hartnäckigen Kerninflation.

Ist die Talsohle durchschritten? Die aktuellen Daten deuten darauf hin. Die entscheidende Frage wird sein, ob sich die bessere Stimmung auch in tatsächlichen Konsumausgaben niederschlägt. Die nächsten Konjunkturprognosen österreichischer Institute im März dürften eine genauere Einschätzung liefern.

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