Zollabkommen, USA

EU stoppt Zollabkommen mit USA nach Trumps Zoll-Offensive

26.02.2026 - 11:54:32 | boerse-global.de

Die EU hat die Ratifizierung eines Handelsabkommens ausgesetzt, nachdem die USA überraschend neue Zölle ankündigten. Dies gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure.

EU stoppt Zollabkommen mit USA nach Trumps Zoll-Offensive - Foto: über boerse-global.de
EU stoppt Zollabkommen mit USA nach Trumps Zoll-Offensive - Foto: über boerse-global.de

Die Europäische Union hat die Ratifizierung eines wichtigen Zollabkommens mit den USA gestoppt. Grund sind neue, überraschende Zollankündigungen von Präsident Donald Trump, die für massive Verunsicherung bei europäischen Exporteuren sorgen.

Auslöser: Gerichtsurteil und sofortige Zoll-Erhöhung

Die Krise begann am vergangenen Freitag. Der US Supreme Court kippte Trumps bisherige Sonderzölle als unrechtmäßig. Statt sich dem Urteil zu beugen, schlug der Präsident umgehend auf einem anderen Rechtsweg zurück: Er verkündete neue, globale Zölle – zunächst 10, dann 15 Prozent. Sie sollen ab heute für 150 Tage gelten und basieren auf einem Gesetz von 1974. Diese überstürzte Reaktion zerstörte die mühsam errungene Handelsruhe.

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Europaparlament zieht die Notbremse

Als direkte Antwort stoppte der Handelsausschuss des Europäischen Parlaments am Montag formell die Umsetzung des Sommer-Abkommens von 2025. „Wir haben reines Zollchaos“, sagte Ausschussvorsitzender Bernd Lange (SPD). Bevor das Parlament weiter ratifiziere, brauche es klare Zusicherungen aus Washington, dass der bestehende Deal eingehalten werde. Ein Abkommen müsse von beiden Seiten respektiert werden. Eine Gruppe von Abgeordneten will die Lage am Mittwoch neu bewerten.

Droht doppelte Zollbelastung für Europa?

Die größte Sorge ist praktischer Natur: Werden die neuen 15 Prozent zusätzlich zu den Standardzöllen erhoben? Falls ja, würde die effektive Belastung für viele EU-Waren die vereinbarte Obergrenze von 15 Prozent deutlich überschreiten. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen massiv untergraben. Die exportstarke deutsche Wirtschaft stünde besonders unter Druck.

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Abkommen am Scheideweg – was kommt jetzt?

Das gestoppte Abkommen sollte eigentlich eine Phase der Entspannung einläuten. Diese Hoffnung ist dahin. Die EU-Kommission verlangt nun „vollständige Klarheit“ aus Washington. Man stehe zu seinen Verpflichtungen, erwarte dies aber auch von den USA. Die kommenden Wochen sind ungewiss. Sollte Washington das Abkommen einseitig aufkündigen, könnten europäische Gegenmaßnahmen zurückkehren. Die Weltwirtschaft blickt angespannt auf die beiden größten Handelsblöcke.

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