EU beschließt schärfere Regeln gegen Mobile-Banking-Betrug
11.02.2026 - 04:40:12Die Europäische Union bringt mit PSD3 und PSR ein umfassendes Gesetzespaket auf den Weg. Es soll Verbraucher im digitalen Zahlungsverkehr besser schützen. Konkret reagiert Brüssel auf den starken Anstieg raffinierter Betrugsmaschen wie Identitätsdiebstahl und „Spoofing“.
Die neuen Regeln bauen auf der bisherigen PSD2-Richtlinie auf. Nach der finalen politischen Einigung werden die Gesetzestexte in der ersten Hälfte 2026 erwartet. Nach einer Übergangsfrist von 18 bis 21 Monaten könnten die strengeren Vorgaben ab 2027 oder Anfang 2028 gelten.
Härtere Haftung für Banken bei Trickbetrug
Ein Kernpunkt ist die verschärfte Haftung der Finanzinstitute. Künftig sollen Banken und Zahlungsdienstleister auch für autorisierte Zahlungen haften, wenn Kunden Opfer von „Impersonation Fraud“ werden. Dabei geben sich Kriminelle als Bankmitarbeiter aus, um Überweisungen zu erschleichen.
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Meldet der betrogene Kunde den Vorfall bei der Polizei und hat nicht grob fahrlässig gehandelt, muss der Dienstleister den vollen Betrag erstatten. Das stellt eine deutliche Stärkung der Verbraucherrechte dar.
Pflicht-Check: Stimmt der Name zur Kontonummer?
Eine weitere zentrale Neuerung ist der verpflichtende IBAN-Namensabgleich („Verification of Payee“). Er soll „Authorized Push Payment“-Betrug verhindern. Vor einer Überweisung muss der Anbieter prüfen, ob der Empfängername zur Kontonummer passt.
- Bei Abweichung muss der Kunde gewarnt oder die Transaktion blockiert werden.
- Versäumt ein Anbieter diesen Service und es kommt zum Betrug, haftet er für den Schaden.
Diese Maßnahme soll fehlgeleitete Transaktionen drastisch reduzieren und das Vertrauen in digitale Überweisungen stärken.
Gemeinsamer Kampf: Mehr Datenaustausch und Plattformen in der Pflicht
Das Gesetzespaket schafft einen klaren Rahmen für den Austausch betrugsrelevanter Informationen zwischen Zahlungsdienstleistern. So sollen Betrugsmuster schneller erkannt werden, ohne die DSGVO zu verletzen.
Erstmals werden auch große Online-Plattformen und Suchmaschinen in die Pflicht genommen. Sie können haftbar gemacht werden, wenn sie über betrügerische Inhalte informiert wurden, diese aber nicht löschen. Sehr große Plattformen müssen zudem prüfen, ob Werbetreibende für Finanzdienstleistungen die nötigen Lizenzen besitzen.
Evolution der Sicherheit: Antwort auf Social Engineering
PSD3 und PSR sind eine gezielte Weiterentwicklung. Während PSD2 den Markt öffnete, reagiert die neue Regulierung auf die Lehren der letzten Jahre. Der massive Anstieg von Phishing und Spoofing hat gezeigt, dass die bisherigen Regeln nicht ausreichen.
Für Banken und FinTechs bedeuten die Vorschriften Investitionen in IT und Echtzeit-Verifizierungssysteme. Langfristig könnten sie jedoch von geringeren Betrugsverlusten und mehr Kundenvertrauen profitieren.
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