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Erste Bank: EPS 2,15 Euro verfehlt Erwartungen

30.04.2026 - 16:04:20 | boerse-global.de

Die Erste Group steigert den Gewinn, verfehlt aber die Analystenerwartungen. Die Polen-Übernahme belastet die Kapitalquote.

Erste Bank: EPS 2,15 Euro verfehlt Erwartungen - Foto: über boerse-global.de
Erste Bank: EPS 2,15 Euro verfehlt Erwartungen - Foto: über boerse-global.de

Operativ schießen die Zahlen in die Höhe, unterm Strich enttäuscht die Erste Group jedoch den Markt. Das erste Quartal 2026 steht bei der Wiener Bank komplett im Zeichen der jüngsten Milliardenübernahme in Polen. Die Erstkonsolidierung bringt massives Wachstum, fordert aber ihren Tribut in der Bilanz.

Zwar kletterte das Periodenergebnis auf 879 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie verfehlte mit 2,15 Euro allerdings die Analystenprognosen.

Anleger reagieren prompt auf den verfehlten Konsens. Die Aktie fällt am Donnerstag um knapp vier Prozent auf 96,45 Euro. Damit weitet das Papier den Verlust seit Jahresbeginn auf gut sieben Prozent aus.

Operativer Schub durch Erste Bank Polska

Im Tagesgeschäft liefert die neu integrierte Erste Bank Polska den erhofften Schub. Der Zinsüberschuss stieg um rund 43 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Allein das polnische Geschäft steuerte dazu 681 Millionen Euro bei.

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Auch der Provisionsüberschuss legte deutlich zu und erreichte 965 Millionen Euro. In Summe trieb dies das Betriebsergebnis der Gruppe um annähernd 49 Prozent nach oben.

Einmalbelastungen drücken Kapitalquote

Die Übernahme des 49-Prozent-Anteils von Banco Santander hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Die harte Kernkapitalquote (CET1) rutschte auf 14,5 Prozent ab. Die Erstkonsolidierung kostete die Bank 455 Basispunkte.

Parallel dazu verbuchte das Institut 302 Millionen Euro an Risikokosten. Das Management betont ausdrücklich, dass dies keine Verschlechterung der Kreditqualität darstellt. Es handelt sich um buchhalterische Wertberichtigungen für das neue Portfolio nach IFRS-9-Standards.

Obendrein belasten höhere Bankenabgaben das Ergebnis. Von den fälligen 251 Millionen Euro entfällt der Löwenanteil auf Ungarn und Polen. Integrationskosten für den jüngsten Zukauf schlagen mit weiteren 30 Millionen Euro zu Buche.

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M&A-Bereitschaft bleibt intakt

Trotz der laufenden IT-Integration in Polen blickt der Vorstand nach vorn. Das Rebranding der polnischen Tochter wurde am Wochenende abgeschlossen. Laut dem Finanzchef erwirtschaftet die Bank genug Gewinn, um bereits kleinere Zukäufe in anderen Ländern zu prüfen.

Die Jahresziele bleiben bestehen. Für 2026 peilt das Management einen Nettogewinn von knapp vier Milliarden Euro an. Die Kernkapitalquote soll im Jahresverlauf durch die einbehaltenen Gewinne wieder steigen. Das schafft den nötigen Spielraum für geplante Ausschüttungen und mögliche weitere Akquisitionen.

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