AKTIE, FOKUS

AKTIE IM FOKUS: Aussagen zum neuen Jahr bringen Merck unter Druck

16.10.2025 - 11:30:25

Erste Aussagen des Spezialchemie- und Pharmaunternehmens Merck DE0006599905 zum neuen Jahr haben am Donnerstag dessen Aktie belastet.

Die anfangs stützenden neuen Mittelfristziele sowie die bestätigten Prognosen für 2025 rückten in den Hintergrund.

Das Papier büßte am Vormittag am Dax DE0008469008-Ende 2,5 Prozent auf 113,60 Euro ein und fand damit Unterstützung an der charttechnisch wichtigen 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend der Aktie signalisiert. Noch zum Handelsstart war es mit einem Plus von etwas mehr als zwei Prozent Dax-Favorit gewesen und hatte die Gewinne vom Vortag ausgebaut. Zur Wochenmitte hatte Merck die Übernahme des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences aus den USA angekündigt.

Die ersten Indikationen, die Merck für 2026 gegeben habe, signalisierten ein schwächeres operatives Ergebnis (Ebitda), als bislang vom Markt erwartet wurde, erklärte Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan nun die Kursverluste. Dabei präzisierte er, dass Merck für 2026 einen "geringen bis mittleren prozentual einstelligen" Umsatzanstieg bei konstanten Wechselkursen sowie eine stabile Ebitda-Marge prognostiziert habe.

Dies bedeute, dass sowohl der Umsatz als auch das Ebitda um jeweils etwa vier Prozent unter den vom Datenanbieter Vara zur Verfügung gestellten Schätzungen lägen, rechnete er vor. Zwar wurden Vosser zufolge Kürzungen teilweise bereits erwartet, doch dass Druck auf die Aktie kam, überraschte ihn nicht.

Ein Händler, der auf den seit Jahresbeginn um fast ein Fünftel gefallenen Aktienkurs hinwies, hatte indes erwartet, dass der mittelfristige Wachstumsehrgeiz dem Kurs "etwas hilft".

Hierzu schrieb JPMorgan-Analyst Vosser: Der mittelfristige Ausblick untermauere die Konsensschätzungen. So sieht sich Merck nach dem jüngsten Konzernumbau für weiteres Wachstum gut aufgestellt und strebt mittelfristig ein jährliches organisches Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Auch die operative Marge soll steigen.

@ dpa.de

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