EFSA bremst Süßstoff Sucralose für Backwaren aus
27.02.2026 - 05:31:16 | boerse-global.deDie Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verweigert die Zulassung von Sucralose für neue Back-Anwendungen. Grund sind potenziell schädliche Abbauprodukte, die bei hohen Temperaturen entstehen können. Für bereits zugelassene Produkte wie Getränke sieht die Behörde jedoch weiterhin kein Risiko.
Diese Neubewertung des Süßstoffs E 955, veröffentlicht am 17. Februar 2026, bestätigt langjährige wissenschaftliche Bedenken. Sie hat direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelindustrie und wirft Fragen für Verbraucher auf, die mit Sucralose backen oder braten.
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Was macht Sucralose so beliebt?
Sucralose ist ein kalorienfreier Süßstoff, der aus Zucker durch einen chemischen Prozess gewonnen wird. Seine Süßkraft ist etwa 600-mal stärker als die von Haushaltszucker. Deshalb kommt er mit minimalen Mengen aus und ist in zahllosen zuckerreduzierten Produkten zu finden – von Softdrinks über Desserts bis zu einigen Backwaren.
Die wachsende Nachfrage nach Zuckerersatz hat seine Verbreitung in den letzten Jahren weiter befeuert. Bislang galt er als hitzestabil. Die neue EFSA-Bewertung stellt diese Annahme nun infrage.
Die entscheidende Einschränkung der Behörde
Die Experten bestätigten zwar die Sicherheit für bereits genehmigte Verwendungen. Der bestehende Grenzwert für die tägliche Aufnahme bleibt unverändert. Die aktuelle Bevölkerungsexposition liege darunter, so die EFSA.
Doch für neue Anträge, Sucralose in feinen Backwaren einzusetzen, die industriell bei hohen Temperaturen gebacken werden, gab es kein grünes Licht. Der Grund: Bei Hitzeeinwirkung könnte sich der Stoff zersetzen und gesundheitsschädliche chlorierte Verbindungen bilden.
„Diese Unsicherheit konnte bei den beantragten neuen Verwendungen nicht ausgeräumt werden“, erklärte Laurence Castle, Vorsitzender des zuständigen EFSA-Gremiums. Die Behörde regte sogar an, auch die private Zubereitung von Speisen genauer zu prüfen.
Alte Warnungen erhalten neues Gewicht
Die Bedenken sind nicht neu. Bereits 2019 warnte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor den Risiken. Studien deuten darauf hin, dass Sucralose ab etwa 120 °C zerfällt – eine Temperatur, die beim Backen, Braten oder Frittieren locker erreicht wird.
Dabei können sich potenziell krebserregende Stoffe wie polychlorierte Dibenzo-p-dioxine (PCDD) oder Chlorpropanole bilden. Das BfR mahnte damals, dass für eine endgültige Risikobewertung noch Daten fehlten. Die EFSA-Stellungnahme untermauert diese Warnung nun auf europäischer Ebene.
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Was bedeutet das für Industrie und Küche?
Für die Lebensmittelindustrie ist eine Ausweitung des Sucralose-Einsatzes in hitzeintensiven Prozessen erstmal gestoppt. Zukünftige Zulassungen erfordern nun zusätzliche Sicherheitsdaten.
Verbrauchern raten Behörden wie das BfR weiterhin, Sucralose-haltige Lebensmittel nicht stark zu erhitzen. Eine sichere Alternative: Den Süßstoff erst nach dem Backen oder Braten hinzugeben. Während ein kaltes Sucralose-Getränk unbedenklich bleibt, sollte der Einsatz im heimischen Backofen überdacht werden.
Die Europäische Kommission wird nun über die nächsten regulatorischen Schritte beraten. Die Debatte um die Sicherheit von Zuckerersatzstoffen ist damit neu entfacht.
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