Bauzinsen, Jahr

Dr. Klein: Bauzinsen starten stabil ins Jahr 2026

14.01.2026 - 06:31:12

Die Bauzinsen bewegen sich in einem stabilen Korridor, bieten Planungssicherheit, doch Experten sehen leichte Aufwärtstendenzen und moderat steigende Immobilienpreise für 2026.

Die Bauzinsen bewegen sich zu Jahresbeginn in einem stabilen Korridor. Das zeigt die aktuelle Analyse des Finanzdienstleisters Dr. Klein. Für Immobilienkäufer bietet das Planungssicherheit – doch leichte Aufwärtstendenzen und steigende Preise zeichnen sich ab.

Die Top-Zinssätze für Baudarlehen pendeln derzeit zwischen 3,47 und 4,28 Prozent. Besonders beliebt bei Bauherren: die zehnjährige Zinsbindung. Hier liegen die Effektivzinsen im besten Segment bei rund 3,45 Prozent. Die Phase extremer Schwankungen scheint vorerst beendet.

Prognose: Seitwärts mit leichtem Aufwärtstrend

Für die kommenden Wochen rechnen die Experten von Dr. Klein mit einer fortgesetzten Seitwärtsbewegung. Der erwartete Zinskorridor für zehnjährige Darlehen liegt zwischen 3,1 und 3,7 Prozent. Eine Rückkehr zu den historischen Tiefstzinsen halten Analysten für sehr unwahrscheinlich.

Diese Stabilität wird von zwei zentralen Faktoren gestützt:
* Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen, eine wichtige Refinanzierungsgrundlage für Banken, bewegen sich stabil.
* Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich in einer Zinspause, da die Inflation nahe dem Zielwert liegt.

Immobilienmarkt akzeptiert „neue Normalität“

Die Nachfrage nach Finanzierungen steigt bereits wieder spürbar. Käufer akzeptieren die aktuellen Zinsen zunehmend als neue Realität und schieben Entscheidungen nicht länger auf. Gleichzeitig prognostizieren Marktbeobachter für 2026 moderate Preissteigerungen.

Anzeige

Wer jetzt eine Immobilie kauft oder als Kapitalanleger auf steigende Mieten setzt, sollte die Marktmieten genau kennen – sie beeinflussen Ihre Rendite direkt. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten für deutsche Städte, zeigt typische Preisniveaus in Ballungszentren und hilft bei der realistischen Renditekalkulation. Mit rechtssicheren Begründungshilfen für Mieterhöhungen sparen Sie Zeit und vermeiden Fehler. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 herunterladen

  • Bundesweit wird mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von etwa drei Prozent gerechnet.
  • In beliebten Ballungszentren könnten die Zuwächse sogar bei vier bis fünf Prozent liegen.

Treiber sind steigende Mieten und höhere verfügbare Einkommen. Der Markt hat sich offenbar an das höhere Zinsniveau angepasst.

Was bedeutet das für Kaufinteressenten?

Die stabile Phase bietet eine verlässliche Kalkulationsgrundlage. Doch die Kombination aus potenziell leicht steigenden Zinsen und weiter kletternden Immobilienpreisen könnte den Erwerb in Zukunft erschweren. Branchenkenner sehen im aktuellen Zeitfenster daher eine günstige Gelegenheit.

Dennoch bleiben Unsicherheitsfaktoren: Geopolitische Spannungen könnten die Zinsentwicklung jederzeit wieder durcheinanderwirbeln. Kaufinteressenten sollten die Entwicklung der Bundesanleihen und die Signale der EZB weiter im Blick behalten.

@ boerse-global.de