Dow, Jones

Dow Jones: UnitedHealth belastet

27.01.2026 - 19:09:31

Ein massiver Kursverlust bei UnitedHealth drückt den Dow Jones, nachdem die US-Regierung niedrigere Zahlungssätze für Medicare-Pläne vorgeschlagen hat. Die einzigartige Indexberechnung verstärkt den Effekt.

Der Dow Jones Industrial Average startet mit Gegenwind in den Dienstag. Während Nasdaq und S&P 500 im Plus notieren, drückt ein massiver Kursrutsch bei UnitedHealth auf das Barometer der 30 US-Standardwerte. Der Grund: Die US-Regierung enttäuschte Krankenversicherer mit niedrigeren Zahlungssätzen für Medicare-Pläne – ein Schlag, der den schwergewichteten Konzern im vorbörslichen Handel um 13 Prozent abstürzen lässt.

Am Montag hatte der Index noch 313,69 Punkte oder 0,64 Prozent zugelegt und bei 49.412,40 Zählern geschlossen – nur knapp unter seinem Rekordhoch. Technologiewerte trieben die Rally, während Investoren sich für eine ereignisreiche Woche mit Quartalszahlen von Boeing, UPS und General Motors positionierten. Doch die Erholung steht nun auf wackeligen Beinen.

Gewichtete Belastung

Die einzigartige Berechnungsmethode des Dow wird zum Problem: Anders als beim S&P 500 zählt hier der absolute Aktienkurs, nicht die Marktkapitalisierung. UnitedHealth ist mit einem Kurs von rund 351 Dollar das schwerste Indexmitglied – entsprechend heftig fällt die Auswirkung aus. Analysten rechnen damit, dass der Titel allein 350 bis 400 Punkte vom Index abziehen könnte.

Die Ursache: Die Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) schlugen eine Erhöhung der Zahlungssätze für Medicare-Advantage-Pläne um lediglich 0,09 Prozent für 2027 vor. Weit unter den Erwartungen der Branche, die auf deutlich höhere Anpassungen gehofft hatte.

Während Gesundheitsaktien unter Druck geraten, rotiert Kapital in Technologiewerte. Microsoft stützt mit einem Plus von 3,3 Prozent vom Montag, Intel erholt sich vorbörslich um zwei Prozent nach dem gestrigen Rücksetzer. Die Halbleiterbranche profitiert von positiven Nachrichten bei Micron, das eine neue Produktionsstätte in Singapur angekündigt hat.

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Technische Lage bleibt angespannt

Der Dow notiert knapp unter seinem Allzeithoch bei 49.680 Punkten. Die wichtige Unterstützung bei 49.000 Zählern steht im Fokus – ein Bruch würde das bullische Momentum gefährden. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 48.750 Punkten markiert die nächste Auffangzone.

Das Handelsvolumen am Montag lag bei soliden 454 Millionen Aktien, was auf institutionelles Interesse hindeutet. Allerdings zeigt der Optionsmarkt ein gemischtes Bild: Während Tech-ETFs bullische Wetten anzogen, häuften sich Put-Käufe bei Gesundheitstiteln – ein Zeichen dafür, dass einige Profis das regulatorische Risiko bereits eingepreist hatten.

Heute um 16 Uhr deutscher Zeit folgen wichtige Konjunkturdaten: Das Verbrauchervertrauen und der Richmond-Fed-Produktionsindex könnten zusätzliche Impulse liefern. Zudem beginnt die zweitägige Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve.

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