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Aktien New York: Verluste - Anleger scheuen wegen Iran-Krieg Risiken

12.03.2026 - 19:04:43 | dpa.de

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 hat am Donnerstag seine jüngsten Verluste ausgeweitet.

Im Fokus blieb der Iran-Krieg samt der Ölpreise, die trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur weiter stiegen. Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent kostete zuletzt wieder rund 100 US-Dollar.

Anleger scheuten weiter Risiken. Denn zum einen wurden in irakischem Gewässer zwei Öltanker angegriffen, und zum anderen verunsicherten Aussagen von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt. Modschtaba Chamenei forderte Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. Auch müsse "weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormus genutzt werden". Sie ist ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung.

Der Dow fiel um 1,2 Prozent auf 46.848Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank um 1,2 Prozent auf 6.698 Zähler. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,3 Prozent auf 24.632 Punkte nach unten.

"Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen", konstatierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die beiden brennenden Tanker vor der Küste Iraks und die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrierten Irans unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. "Solange der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, werden sich die Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen."

Eine Blockade dieses Seeweges über längere Zeit hätte dramatische Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Ein kräftiger Schub bei den Öl- und Gaspreisen könnte jeglichen Wirtschaftsaufschwung im Keim ersticken. Die Internationale Energieagentur spricht bereits von der "größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes".

Unter den Einzelwerten stiegen dementsprechend die Ölwerte weiter an. So gewannen Exxon Mobil US30231G1022, ConocoPhillips US20825C1045 und Chevron US1667641005 zwischen fast ein und gut drei Prozent.

Papiere aus der Düngemittelbranche waren ebenfalls gefragt, denn die Straße von Hormus ist auch bedeutend für den Schwefel-Bedarf, einem Bestandteil von Düngespezialitäten. Damit stiegen Mosaic US61945C1036 um knapp 8 Prozent. Die Anteilsscheine von CF Industries US1252691001 kletterten gar auf ein Rekordhoch; hier stand zuletzt ein Plus von fast 13 Prozent zu Buche.

Gemieden wurden hingegen einmal mehr konjunktursensible Aktien. Unter den größten Verlierern im Dow fielen Goldman Sachs US38141G1040 und 3M US88579Y1010 um je knapp vier Prozent.

Auch die Papiere von Kreuzfahrgesellschaften, die unter Reiseabsagen leiden, standen auf den Verkaufszetteln der Anleger. So sackten Carnival PA1436583006 und Royal Caribbean LR0008862868 um jeweils sechs Prozent ab.

Die zuletzt sehr gut gelaufenen Aktien von Dollar General US2566771059 knickten um fast sechs Prozent ein. Der Einzelhändler gab enttäuschende Jahres- und Langzeitprognosen ab.

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