DIW-Studie entfacht Debatte um Vermögenssteuer
07.02.2026 - 02:24:12Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt hohe Wellen. Das Gutachten im Auftrag der Linkspartei sieht ein jährliches Steueraufkommen von bis zu 150 Milliarden Euro vor. Im Zentrum steht dabei die Besteuerung von Immobilienvermögen.
Die Analyse kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: In Deutschland besitzen die oberen zehn Prozent fast 70 Prozent des gesamten privaten Nettovermögens. Die untere Hälfte der Bevölkerung verfügt dagegen nur über rund 1,2 Prozent.
So könnte die Steuer aussehen
Die DIW-Forscher skizzieren ein progressives Modell. Betroffen wären nur die reichsten 1,3 Millionen Menschen – etwa die obersten 1,5 Prozent der Bevölkerung.
- Steuersatz: Er beginnt bei einem Prozent für Vermögen ab einer Million Euro.
- Spitzensatz: Für Milliardenvermögen sind bis zu zwölf Prozent vorgesehen.
- Basis: Besteuert werden sollen Wertpapiere und explizit auch Immobilien.
In einem moderaten Szenario rechnen die Experten mit knapp 100 Milliarden Euro Einnahmen pro Jahr. Doch kann dieses Geld überhaupt eingetrieben werden?
Passend zum Thema Vermögens- und Immobilienbesteuerung: Vermieter und Eigentümer stehen 2025 vor vielen offenen Fragen zu Miethöhen und rechtssicheren Begründungen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten für Ihre Stadt, praxisnahe Begründungshilfen für Mieterhöhungen und Formulierungsvorschläge – in nur 5 Minuten zusammengefasst. Ideal für private und professionelle Vermieter, die jetzt vorsorgen wollen. Gratis Mietspiegel-Report 2025 herunterladen
Die Gretchenfrage: Wer zahlt für Omas Häuschen?
Kritiker warnen vor einer Überlastung normaler Eigenheimbesitzer. Das Argument vom zwangsverkauften „Omas Häuschen“ ist schnell bei der Hand. Die Befürworter der Studie halten dagegen: Die hohen Freibeträge schützten genau diese Gruppe.
Die größte Hürde ist technischer Natur: die Bewertung der Immobilien. Das Bundesverfassungsgericht kippte die alte Vermögenssteuer 1997 genau aus diesem Grund. Heute gibt es jedoch praxistaugliche Verfahren – etwa aus der Erbschaftsteuer. Sind die Probleme also lösbar?
Geteilte Reaktionen aus Politik und Wirtschaft
Die Fronten sind klar. Befürworter sehen in der Steuer eine Chance für mehr Verteilungsgerechtigkeit und eine Quelle für Investitionen in Klimaschutz und Bildung.
Kritiker aus Wirtschaftsverbänden und Teilen der Politik warnen davor. Sie fürchten Kapitalflucht und eine Schwächung des Standorts Deutschland. Selbst der Autor der DIW-Studie räumt ein: Superreiche könnten versuchen, ihr Vermögen zu verlagern.
Ein Paradigmenwechsel mit vielen Hürden
Die Debatte ist alt, bekommt durch die wachsende Vermögensungleichheit aber neuen Schwung. Deutschland besteuert Arbeitseinkommen hoch, Vermögen dagegen kaum. Ein Wechsel wäre revolutionär.
Ob es dazu kommt, ist offen. Während Linke und Teile der SPD auf eine Umsetzung drängen, lehnen FDP und Union eine Vermögenssteuer ab. Zudem müsste jede Neuregelung verfassungsfest sein. Die Suche nach einem politischen Konsens für diese fundamentale Reform hat gerade erst begonnen.
PS: Viele Vermieter bleiben 2025 auf Betriebskosten sitzen – weil ein Vertragsdetail oft fehlt. Der kostenlose Report „Betriebskosten 2025“ zeigt übersichtlich, welche Kosten umlagefähig sind (z. B. Heizung, Grundsteuer, Reinigung, Gartenpflege) und wie Sie Ihre Abrechnung rechtssicher gestalten. Praktisch für Eigentümer, die steigende Abgaben nicht allein tragen wollen. Kostenlosen Betriebskosten-Report sichern


