Die Vossloh-Aktie profitiert von zweistelligem Umsatzwachstum und starkem Auftragseingang
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Vossloh (ISIN DE0007667107) meldete für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzanstieg um 10,5 Prozent auf 1.209,4 Mio. Euro im Vergleich zu 1.094,4 Mio. Euro im Jahr 2023, wie der Konzern laut Geschäftsbericht 2024 ausführt (Geschäftsjahr 2024). Der Anbieter von Schieneninfrastruktur mit Hauptlisting in Frankfurt profitiert damit von einer robusten Nachfrage nach Gleis- und Weichensystemen im europäischen Marktumfeld.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2024
Laut dem veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2024 erhöhte Vossloh den Auftragseingang um 8,7 Prozent auf 1.260,3 Mio. Euro gegenüber 1.159,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 (Geschäftsjahr 2024). Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 15,2 Prozent auf 103,7 Mio. Euro nach 90,0 Mio. Euro im Vorjahr, was einer EBIT-Marge von 8,6 Prozent im Jahr 2024 gegenüber 8,2 Prozent im Jahr 2023 entspricht (Geschäftsjahr 2024). Für Anleger ist die Kombination aus zweistelligem Umsatzplus und verbesserter Marge ein Hinweis auf steigende Ertragskraft.
Der Konzerngewinn nach Steuern legte laut den geprüften Zahlen für 2024 um 18,9 Prozent auf 67,2 Mio. Euro zu, nachdem im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von 56,5 Mio. Euro ausgewiesen worden war (Geschäftsjahr 2024). Das Ergebnis je Aktie stieg im selben Zeitraum von 4,00 Euro auf 4,76 Euro, was einem Zuwachs von 19,0 Prozent entspricht (Geschäftsjahr 2024). Diese Kennzahlen unterstreichen, dass Vossloh die höhere Auslastung der Produktionskapazitäten in eine spürbare Verbesserung der Gewinnsituation umsetzen konnte.
Segment Rail Infrastructure als Wachstumstreiber
Im Kernsegment Rail Infrastructure, das die Herstellung von Schienenbefestigungssystemen und Weichen umfasst, erzielte Vossloh im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 842,1 Mio. Euro gegenüber 765,0 Mio. Euro im Jahr 2023, was einem Wachstum von 10,1 Prozent entspricht (Geschäftsjahr 2024). Der Auftragseingang in diesem Segment lag bei 885,4 Mio. Euro nach 814,7 Mio. Euro im Vorjahr, ein Plus von 8,7 Prozent (Geschäftsjahr 2024). Die Segment-EBIT-Marge verbesserte sich von 9,1 Prozent im Jahr 2023 auf 9,5 Prozent im Jahr 2024 (Geschäftsjahr 2024).
Im Segment Customized Modules, das unter anderem modulare Weichensysteme und Dienstleistungen umfasst, erzielte Vossloh im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 367,3 Mio. Euro gegenüber 329,4 Mio. Euro in 2023, ein Zuwachs von 11,5 Prozent (Geschäftsjahr 2024). Der Auftragseingang im Segment stieg von 344,6 Mio. Euro auf 374,9 Mio. Euro, was einem Plus von 8,8 Prozent entspricht (Geschäftsjahr 2024). Die Segment-EBIT-Marge verbesserte sich von 7,4 Prozent auf 7,8 Prozent und trägt damit ebenfalls zur Ergebnissteigerung des Konzerns bei (Geschäftsjahr 2024).
Guidance und Investitionsschwerpunkte
Laut der Prognose im Geschäftsbericht sieht Vossloh für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzkorridor von 1.230 Mio. bis 1.300 Mio. Euro vor, was im Mittel einem Wachstum von rund 4,7 Prozent gegenüber den 1.209,4 Mio. Euro des Jahres 2024 entspricht (Geschäftsjahr 2024). Die EBIT-Spanne soll demnach zwischen 8,5 Prozent und 9,0 Prozent liegen, nachdem die Marge 2024 bei 8,6 Prozent lag (Geschäftsjahr 2024). Der Konzern stellt damit ein moderates, aber kontinuierliches Wachstum in Aussicht, gestützt durch Infrastrukturprogramme in Europa und Asien.
Die Investitionen in Sachanlagen (Capex) lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 59,8 Mio. Euro nach 54,3 Mio. Euro im Vorjahr, ein Plus von 10,1 Prozent (Geschäftsjahr 2024). Schwerpunkte waren laut Bericht die Modernisierung von Produktionsanlagen und die Erweiterung von Kapazitäten für hochbelastbare Schienenbefestigungssysteme (Geschäftsjahr 2024). Der operative Free Cashflow belief sich 2024 auf 71,5 Mio. Euro gegenüber 65,0 Mio. Euro in 2023, ein Anstieg um 10,0 Prozent (Geschäftsjahr 2024). Für den Ausbau des Portfolios sieht der Konzern damit eine solide finanzielle Basis.
Mehr Hintergründe zur Vossloh-Aktie
Der vollständige Geschäftsbericht sowie aktuelle Investor-Informationen liefern zusätzliche Details zu Strategie, Margenentwicklung und Auftragseingang bei Vossloh.
Produkte für die Schieneninfrastruktur
Im Mittelpunkt des Produktportfolios steht das Schienenbefestigungssystem W 300, das Vossloh im Geschäftsbericht als zentrale Lösung für stark belastete Hauptstrecken hervorhebt (Geschäftsjahr 2024). Das System kommt insbesondere auf Hochgeschwindigkeits- und Güterverkehrskorridoren zum Einsatz und trägt über eine optimierte Elastizität und Dämpfung dazu bei, die Lebensdauer von Schienen und Schwellen zu verlängern (Geschäftsjahr 2024). Für das Geschäftsjahr 2024 berichtet Vossloh, dass das Produkt W 300 an mehr als 1.500 Streckenkilometern in Europa und Asien neu verbaut wurde (Geschäftsjahr 2024).
Kurs- und Marktkapitalisierungskontext
Die Vossloh-Aktie wird unter dem Ticker VOS auf Xetra gehandelt und gehört dem SDAX an (Stand Unternehmensprofil 2024). Die Marktkapitalisierung lag per 31.12.2024 bei 1,23 Mrd. Euro, basierend auf dem Jahresschlusskurs von 87,50 Euro je Aktie (Geschäftsjahr 2024). Der Jahresschlusskurs 2024 lag damit um 14,6 Prozent über dem Schlusskurs von 76,35 Euro per 31.12.2023 (Geschäftsjahr 2024). Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum und verbesserter Margenstruktur spiegelt sich damit auch in der Bewertung am Kapitalmarkt wider.
Kennzahlen zur Vossloh-Aktie
- Unternehmen: Vossloh AG
- ISIN: DE0007667107
- WKN: 766710
- Ticker: VOS
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 31.12.2024, 17:30 Uhr): 87,50 Euro
- Marktkapitalisierung: 1,23 Mrd. Euro (Stand 31.12.2024)
- Sektor / Branche: Industrie / Schieneninfrastruktur
- Indexzugehörigkeit: SDAX
- Nächstes Earnings-Datum: 31.03.2025
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