Trump, Iran

Trump droht dem Iran: Ölpreise klettern weiter - Brent kostet 110 Dollar

06.04.2026 - 09:01:42 | dpa.de

Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet.

Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg zum Auftakt der sechsten Handelswoche nach dem Beginn des Iran-Kriegs um bis zu 2,6 Prozent auf 112 US-Dollar je Barrel (159 Liter).

Am Vormittag lag der Preis mit rund 110 Dollar wieder etwas darunter, aber immer noch ein Prozent über dem Niveau von Ende vergangener Woche. Seit dem Start der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschläge verteuerte sich Öl der weltweiten Referenzsorte Brent um 38 Dollar oder etwas mehr als 50 Prozent.

Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.

"Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem "Wall Street Journal". Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an den Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag.

Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ zeigen sich derweil tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, erklärten die Länder. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus.

Zugleich drehen die acht Länder - zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate - den Ölhahn etwas auf. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206.000 Barrel (je 159 Liter) gesteigert werden, hieß es.

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