Iran, Regierung

Iran: Regierung spielt Massenproteste herunter

10.01.2026 - 12:20:54

Die iranische Führung hat die landesweiten Massenproteste heruntergespielt.

In den meisten Städten des Landes habe Ruhe geherrscht, erklärte ein Sprecher im Staatsfernsehen, wie laut Übersetzung aus einem Video der Nachrichtenagentur des staatlichen iranischen Rundfunkverbundes, Iribnews, hervorgeht.

Weiter hieß es, laut Berichten aus dem Einsatzgebiet hätten "bewaffnete Terroristen" zwar erneut versucht, die öffentliche Sicherheit in verschiedenen Städten zu stören. Dank des Eintreffens der Sicherheitskräfte und der starken Präsenz der Bevölkerung sei es aber zu keinen bewaffneten Angriffen gekommen. In der Stadt Qazvin hätten Menschen die Aktionen "bewaffneter Terroristen" scharf verurteilt.

Demonstrationen unter anderem in Teheran und Maschhad

Am zweiten Abend in Folge hatten jedoch massenhaft Menschen in verschiedenen Großstädten des Landes gegen die Regierung protestiert. Demonstrationen fanden unter anderem in den Millionenmetropolen Teheran und Maschhad statt.

Viel geteilte Videos in den sozialen Medien zeigten Menschenansammlungen an zentralen Plätzen. Unabhängig verifizieren ließen sich die Aufnahmen zunächst nicht.

Wegen Internetsperre dringen nur wenige Aufnahmen nach außen

Das genaue Ausmaß der Demonstrationen bleibt weiter unklar. Da die iranische Führung eine landesweite Internetsperre verhängt hat, dringen nur noch wenige Aufnahmen nach außen. Regierungsnahe Medien wie der staatliche Rundfunk sind von der Blockade des Internetzugangs nicht betroffen und verbreiten weiterhin ihre Berichte, etwa über den Messengerdienst Telegram.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Schah-Sohn Pahlavi kündigt Rückkehr in den Iran an. In einer Videobotschaft erklärt er: «Ich werde zurückkehren». Wann und wie lässt er offen. Die Rolle des im US-Exil lebenden Schah-Sohns Pahlavi bleibt umstritten. (Ausland, 18.01.2026 - 20:04) weiterlesen...

Irans Präsident: Bei Angriff auf Chamenei umfassender Krieg. An der Wirtschaftskrise im Land sind wieder andere schuld. Irans Präsident Peseschkian droht den USA mit den Folgen, die ein Angriff auf den obersten Führer des Landes, Ajatollah Chamenei, auslöst. (Ausland, 18.01.2026 - 17:17) weiterlesen...

Chamenei und Trump verschärfen den Iran-Konflikt. Irans Präsident Peseschkian spricht warnende Worte. Scharfe Worte zwischen US-Präsident Trump und Ajatollah Chamenei schüren Angst vor einer Eskalation in der Golfregion. (Ausland, 18.01.2026 - 15:34) weiterlesen...

Bericht: Bis zu 18.000 Tote nach Protesten im Iran. Je mehr Zahlen trotz einer Internetsperre nach außen dringen, desto höher fallen Schätzungen aus. Irans oberster Führer Chamenei bestätigt erstmals Tausende Tote bei tagelangen Protesten im Iran. (Ausland, 18.01.2026 - 12:54) weiterlesen...

Irans Justiz: Bislang keine Todesurteile verhängt. Ein Sprecher liefert altbekannte Argumente. Irans Justiz bestreitet Äußerungen von US-Präsident Trump, wonach sie nach den Massenprotesten Todesurteile verhängt und dann gestoppt habe. (Ausland, 18.01.2026 - 10:44) weiterlesen...

Trump für Machtwechsel im Iran. Irans Führer macht den US-Präsidenten für die Demonstrationen verantwortlich. Trump kontert. Nach den Massenprotesten im Iran verschärft sich der Ton zwischen Trump und Chamenei. (Ausland, 18.01.2026 - 05:15) weiterlesen...