Iran, USA

Irans Präsident: Bei Angriff auf Chamenei umfassender Krieg

18.01.2026 - 17:17:48 | dpa.de

Irans Präsident Peseschkian droht den USA mit den Folgen, die ein Angriff auf den obersten Führer des Landes, Ajatollah Chamenei, auslöst. An der Wirtschaftskrise im Land sind wieder andere schuld.

Irans Präsident Massud Peseschkian warnt die USA vor einem Angriff auf den obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Irans Präsident Massud Peseschkian warnt die USA vor einem Angriff auf den obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die USA vor den drastischen Folgen eines Angriffs auf den obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gewarnt. «Jede Aggression gegen den obersten Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation», schrieb Peseschkian auf X. 

Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump für einen Regierungswechsel im Iran ausgesprochen. «Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen», sagte Trump dem Nachrichtenportal «Politico». Die Machthaber in Teheran stützten ihre Herrschaft auf Unterdrückung und Gewalt. 

Zugleich machte Peseschkian allein internationale Sanktionen für die Wirtschaftskrise im Land verantwortlich. Wenn die Menschen im Iran in ihrem Leben mit Not und Schwierigkeiten konfrontiert seien, dann liege das vor allem an der «langjährigen Feindseligkeit und den unmenschlichen Sanktionen der Regierung der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten».

Die USA und die Europäischen Union verhängen seit Jahren Sanktionen gegen den Iran. Gründe dafür sind unter anderem das iranische Atom- und Raketenprogramm, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region wie der Terrororganisation Hamas, der libanesischen Hisbollah oder der jemenitischen Huthi-Miliz. Außerdem werden dem Iran schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. 

Als weitere Ursache der wirtschaftlichen Misere gilt strukturelles Missmanagement innerhalb des Landes. Hinzu kommen Korruption und fehlende wirtschaftliche Reformen – Faktoren, die von internationalen Expertinnen und Experten regelmäßig hervorgehoben werden.

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