Sachsen-Anhalt, Grüne

Sachsen-Anhalt: Grüne Spitzenkandidatin für regionale Strompreise

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 07:26 Uhr | dpa.de

Die Grünen-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, hat sich für regionale Strompreiszonen ausgesprochen.

Das führe dazu, dass der Strom dort, wo er günstig aus erneuerbaren Energien produziert werde, auch am Ende billiger sei, sagte sie dem MDR. Sziborra-Seidlitz schlug vor, dass Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen eine gemeinsame Strompreiszone bilden könnte: "Das ist nichts, was wir auf Landesebene regeln können, aber das müssen wir als Land anstoßen und unterstützen."

Derzeit gibt es überall in Deutschland einen einheitlichen Börsenstrompreis. Erneuerbare Energie wird vor allem im Norden und Osten der Republik erzeugt, während wichtige industrielle Zentren im Süden und Westen liegen. Wenn die Netze nicht ausreichen, um den Strom dorthin zu transportieren, wo er benötigt wird, werden etwa Windräder und Solaranlagen abgestellt, um eine Überlastung zu vermeiden.

Von einer regionalen Preisgestaltung würden aus Sicht der Grünen-Politikerin Verbraucher wie Unternehmen profitieren. "Das merken die Leute dann im Portemonnaie und das ist auch für die Unternehmen ein wirtschaftlicher Vorteil." Zugleich verteidigte sie das Ziel, Sachsen-Anhalt bereits bis 2035 klimaneutral zu machen und damit zehn Jahre früher als im Bund geplant.

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