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Europa Schluss: Weiter erholt trotz Iran-Dementi zu Verhandlungen

25.03.2026 - 18:09:30 | dpa.de

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch weiter erholt.

Sie reagierten damit auf erneute Hoffnungen auf einen Ausweg im Iran-Krieg. Die US-Regierung hatte den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Konflikts unterbreitet. Dass Irans Militärführung Berichte über Verhandlungen zurückwies, konnte dem Optimismus am Markt wenig anhaben.

Beim EuroStoxx 50 EU0009658145 stand am Ende ein Plus von 1,22 Prozent auf 5.649,33 Punkte zu Buche. Damit verzeichnete der Leitindex der Eurozone den dritten Gewinntag in Folge. Gleiches galt für den Schweizer SMI CH0009980894, der 1,62 Prozent fester mit 12.718,36 Punkten schloss. Für den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 1,42 Prozent auf 10.106,84 Punkte bergauf.

Börsenexperten äußerten sich indes zurückhaltend zur Lage im Nahen Osten. "Trotz der angeblichen Verhandlungen werden die Kampfhandlungen fortgesetzt", stellte Chefmarktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets fest. "Der iranische Widerstand wurde offensichtlich unterschätzt, wie auch die Ausweitung des Konfliktes auf die Golfstaaten." Daher könne bestenfalls von einer temporären Beruhigung der Märkte die Rede sein.

Für Experte Andreas Lipkow von CMC Markets "überwiegt zwar immer noch die Erleichterung darüber, dass sich die Situation im Nahen Osten zumindest kurzfristig nicht weiter verschlimmert. Doch es bleiben die Zweifel, ob die vermeintlichen Gespräche am Ende tatsächlich zu einem Waffenstillstand führen können, da die Vorstellungen der drei Kriegsparteien (USA, Israel und Iran) doch ziemlich weit auseinanderliegen."

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 legte der Rohstoffsektor EU0009658624 am stärksten zu. Gefragt waren auch Finanzdienstleister und Börsenbetreiber EU0009658848, die Gesundheitsbranche EU0009658723 sowie Bankentitel EU0009658806.

In Zürich waren Aktien der Online-Apotheke DocMorris CH0042615283 mit 8,8 Prozent Aufschlag gefragt. Hier fordert Großaktionär CEPD einen Umbau des Verwaltungsrats.

Auf vergleichsweise wenig Interesse stießen die als defensiv geltenden Telekommunikations- EU0009658947, Gebrauchsgüter- CH0019112330 und Lebensmittelkonzerne EU0009658749. Sie profitieren üblicherweise eher von einem schwachen Marktumfeld.

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