Untersuchung behindert? Brüssel macht Temu Vorwurf
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 12:31 Uhr | dpa.deDie Brüsseler Behörde wollte Anfang Dezember 2025 Hinweisen auf möglicherweise unrechtmäßige staatliche Unterstützung des Online-Riesen nachgehen, wie sie mitteilte. Dafür wollte sie unangekündigt bei Temus Eigentümerin PDD und deren Tochtergesellschaft WhaleCo im irischen Dublin Prüfungen vornehmen.
Die Unternehmen hätten aber unter anderem bestimmte Geschäftsbücher und Unterlagen anders als aufgefordert nicht vorgelegt, kritisiert die Behörde. Sie habe dadurch nicht alles prüfen können.
Temu kann nun auf die Bedenken reagieren. Kommt die Kommission endgültig zum Schluss, dass ein Rechtsverstoß vorliegt, kann sie eine Strafe von bis zu einem Prozent des Gesamtumsatzes verhängen.
Unabhängig davon untersucht die EU-Kommission weiter, ob Temu staatliche Gelder bekommen hat, die den europäischen Binnenmarkt verzerren könnten. Das Online-Shoppingportal wird in der EU nach Angaben der Behörde vom Konzern PDD über seine Tochtergesellschaft WhaleCo betrieben.
Die Brüsseler Behörde verhängte zudem im Mai gegen Temu eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro wegen illegaler Produkte auf dem Online-Marktplatz. Der Anbieter habe mittlerweile 130 Millionen Kunden in Europa, hieß es damals. In Deutschland zählt er zu den größten Onlinehändlern.
