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Europa Schluss: EuroStoxx stabil - Rekorde bei SMI und FTSE

24.02.2026 - 18:29:09 | dpa.de

Die Anleger am europäischen Aktienmarkt sind am Dienstag angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zollpolitik vorsichtig geblieben.

Auch die anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia US67066G1040 dämpften das Handelsgeschehen. "Die Präsentation der Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch wirft bereits ihre Schatten voraus", merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an. "Die Messlatte hängt hoch, die Nervosität der Anleger ist groß."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 0,04 Prozent höher bei 6.116,60 Punkten. Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 um 0,04 Prozent auf 10.680,59 Zähler, war aber im Handelsverlauf auf ein Rekordhoch geklettert. Auch der SMI CH0009980894 erklomm zwischenzeitlich einen Höchststand und stieg erstmals über die Marke von 14.000 Punkten. Am Ende gewann der schweizerische Leitindex 0,91 Prozent auf 13.997,13 Zähler.

Stärkster Sektor waren die Autowerte. "Einige Schnäppchenjäger kaufen selektiv die Aktien von VW DE0007664039, Mercedes-Benz DE0007100000 und BMW DE0005190003", beobachtete Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Auch Renault FR0000131906 waren mit 1,8 Prozent Aufschlag überdurchschnittlich gefragt.

Von enttäuschenden Absatzzahlen ließ der Sektor sich damit nicht irritieren. Der Automarkt in der Europäischen Union war schwach ins neue Jahr gestartet. Im Januar wurden nur 799.625 Pkw neu zugelassen und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea mitgeteilt hatte. Gefragt waren allerdings Elektroautos.

Verluste verzeichneten nach den Vortagesgewinnen die Bankaktien. Hier hatte die Standard Chartered Bank GB0004082847 Zahlen vorgelegt. Die erhöhte Dividende und der angekündigte Aktienrückkauf hätten den Aktionären zumindest einen gewissen Ausgleich für die schwachen Zahlen geboten, stellte Matt Britzmann, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown, fest. Mit einem Verlust von knapp 1,5 Prozent bewegten sich die Abgaben der Aktie weitgehend im Sektordurchschnitt.

Die Aktien von Novo Nordisk DK0062498333 verloren nach dem Kurseinbruch am Vortag weitere 3,1 Prozent. Der unter Druck stehende dänische Pharmahersteller will in den USA die Listenpreise für seine zwei wichtigsten Medikamente drastisch senken. Ab 2027 soll der Preis für das Abnehmpräparat Wegovy um rund die Hälfte und jener für das Diabetes-Mittel Ozempic um gut ein Drittel fallen. Die US-Bank JPMorgan stufte die Novo-Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab und reduzierte das Kursziel von 350 auf 250 Kronen.

Besser sah es bei kleineren Werten aus. Edenred legten um 3,9 Prozent zu. Der Anbieter von Geldtransaktionslösungen habe im zweiten Halbjahr einen besser als erwarteten operativen Gewinn (Ebitda) verzeichnet, hieß es von den Analysten des Investmenthauses Jefferies.

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