DGE, Ernährungsempfehlungen

DGE stellt Ernährungsempfehlungen radikal um

08.03.2026 - 01:39:37 | boerse-global.de

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stellt neue Richtlinien vor, die erstmals Umweltkriterien einbeziehen und den Fokus auf pflanzliche Kost legen. Fleisch- und Milchkonsum werden deutlich reduziert.

DGE stellt Ernährungsempfehlungen radikal um - Foto: über boerse-global.de
DGE stellt Ernährungsempfehlungen radikal um - Foto: über boerse-global.de

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Richtlinien grundlegend überarbeitet. Erstmals fließen systematisch Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien ein. Das Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zur pflanzlichen Kost.

Die neuen Regeln unter dem Motto "Gut essen und trinken" ersetzen die bisherigen "10 Regeln". Sie basieren auf einem mathematischen Modell, das Gesundheit, Umweltbelastung und tatsächliche Essgewohnheiten in Deutschland kombiniert. Die DGE reagiert damit auf aktuelle Forschung und die Dringlichkeit eines nachhaltigeren Ernährungssystems.

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Mehr Gemüse, weniger Schnitzel: Das sind die neuen Vorgaben

Die Kernbotschaft ist eindeutig: Der Teller soll künftig zu über 75 Prozent aus pflanzenbasierter Nahrung bestehen. Tierische Produkte werden deutlich zurückgestuft.

Konkret bedeutet das:
* Fleisch: Nur noch maximal 300 Gramm pro Woche sind empfohlen – statt bisher bis zu 600 Gramm.
* Milchprodukte: Statt drei Portionen täglich sind es jetzt nur noch zwei.
* Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen und Linsen erhalten erstmals eine eigene, explizite Empfehlung.
* Obst und Gemüse: Die "5 am Tag"-Regel bleibt, wird aber flexibler gehandhabt.

Der Planet isst mit: Nachhaltigkeit wird zum Maßstab

Mit der Aufnahme von Umweltkriterien orientiert sich die DGE an der globalen "Planetary Health Diet". Diese Ernährungsweise soll sowohl gesund für den Menschen als auch verträglich für die Erde sein.

Experten betonen den doppelten Nutzen: Eine pflanzenbetonte Ernährung senkt das Risiko für Volkskrankheiten wie Diabetes. Gleichzeitig schont sie das Klima, denn die Produktion von Fleisch und Milch verursacht enorme Treibhausgase und verbraucht viel Fläche und Wasser.

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Kantinen müssen umdenken – Kritik aus der Landwirtschaft

Die neuen Leitlinien haben weitreichende Folgen. Sie sind Grundlage für die Verpflegung in Schulen, Kitas und Krankenhäusern. Die Bundesregierung plant, die DGE-Standards bis 2030 in der Gemeinschaftsverpflegung verbindlich zu machen. Das wird die Speisepläne in Kantinen nachhaltig verändern.

Kritik kommt prompt von Verbänden der Fleisch- und Milchwirtschaft. Sie warnen vor Nährstoffmangel und zweifeln die praktische Umsetzbarkeit an. Verbraucherschützer und Umweltorganisationen begrüßen den Schritt hingegen, fordern aber teilweise noch schärfere Vorgaben.

Die DGE will ihre Empfehlungen künftig etwa alle fünf Jahre überprüfen. Ob der Ernährungswandel gelingt, hängt nun vor allem von der Akzeptanz der Verbraucher und attraktiven Alternativen ab.

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