US-Botschafter, Libanon

US-Botschafter im Libanon: Angriff Israels war 'politische Botschaft'

08.06.2026 - 13:20:22 | dpa.de

Der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, hat den jüngsten israelischen Angriff im Raum von Beirut als eine "politische Botschaft" bezeichnet.

Diese dürfe aber zu keiner noch schwereren Reaktion aus dem Libanon führen. "Wir in den Vereinigten Staaten haben beschlossen, die Konfrontation nicht noch weiter zu eskalieren", sagte Issa laut einer Mitteilung von Libanons Präsident Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen heute.

Israels Armee hatte die als Dahija bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt am Sonntag erneut angegriffen - trotz einer Warnung des Irans, dass solch ein Angriff eine erneute Eskalation nach sich ziehen würde. Am selben Abend griff der Iran dann Israel erneut mit Raketen direkt an. Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon.

Die direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung sollten in Washington weitergehen, sagte Issa laut der Mitteilung von Aouns Büro. US-Präsident Donald Trump spreche "ständig" über den Libanon, die Lage im Land sei für die US-Regierung von großer Bedeutung. In den Verhandlungen sei nun das "Eis gebrochen" und die USA wollten dem Libanon helfen, die "Krise" im Land zu überwinden.

Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit April eine faktisch kaum wirksame Waffenruhe. Israel und die Hisbollah greifen sich weiterhin an. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah.

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