Dax startet mit 0,4 Prozent Minus bei 25.330 Punkten
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 09:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.330 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag.
Energiepreise belasten die Stimmung
An der Spitze der Kursliste rangierten FMC, Bayer und MTU, am Ende die Deutsche Bank, BASF und Daimler Truck. Thomas Altmann von QC Partners verwies auf den erneut gestiegenen Ölpreis und die angespannte Lage am Gasmarkt.
Der Analyst sagte, dass der Ölpreis zwar auf hohem Niveau stagniere, dies aber bereits als gute Nachricht gelten könne. Noch deutlicher sei die Belastung am Gasmarkt, wo Erdgas so teuer sei wie seit dem Jahr 2022 nicht mehr.
Rückkehr der 25.000er Marke
Der Dax war am Vortag auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen. Aus Sicht des Analysten rückt damit die Marke von 25.000 Punkten wieder stärker in den Blick.
Darüber liege die 100-Tage-Linie bei aktuell 25.230 Punkten. Im Bereich dieser Linie endete bereits im Juni ein Kursrückgang, damals lag sie jedoch noch niedriger.
Euro schwächer, Ölpreis höher
Am Dienstagmorgen gab auch der Euro leicht nach und kostete 1,1537 US-Dollar. Ein Dollar war damit für 0,8668 Euro zu haben.
Der Ölpreis zog unterdessen an: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 107,50 US-Dollar und damit 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Handelsauftakt am Dienstag steht im Zeichen eines belasteten Marktumfelds: Der Dax notiert zum Start im Minus, während Energiepreise und Zinsen die Risikobereitschaft der Anleger dämpfen. Besonders der wieder gestiegene Ölpreis und der sehr hohe Gaspreis verschärfen den Druck auf konjunkturabhängige und energieintensive Branchen.
Für den deutschen Leitindex ist die Entwicklung deshalb nicht nur eine Momentaufnahme, sondern Ausdruck eines breiteren Stimmungsbilds. Wenn Rohstoffpreise auf hohem Niveau verharren, verteuert das Produktion, Transport und Finanzierung zugleich. Das erhöht die Unsicherheit über Margen, Nachfrage und Gewinnprognosen vieler Unternehmen im Dax.
Marktmechanik unter Druck
Hinzu kommt die charttechnische Lage: Nach dem Rückgang auf ein Zwei-Monats-Tief rückt die Marke von 25.000 Punkten wieder stärker in den Fokus. Solche Schwellen wirken im Handel oft als psychologische Orientierung, weil sie Verkäufe oder Gegenbewegungen verstärken können. Die 100-Tage-Linie liegt ebenfalls in Reichweite und wird von Marktteilnehmern als technischer Halt beobachtet.
Bedeutung für Anleger
Für Anleger ist die Konstellation aus Energiepreisen, Zinsniveau und schwächerem Euro vor allem deshalb relevant, weil sie gleich mehrere Belastungsfaktoren zugleich erzeugt. Besonders Unternehmen mit hohem Energiebedarf oder sensibler Exportabhängigkeit reagieren auf solche Phasen meist stärker. Ob sich die Lage stabilisiert, hängt nun davon ab, ob weitere Preisschübe bei Rohstoffen ausbleiben und ob sich an den Zinserwartungen kurzfristig etwas ändert.
