DAX, Markt

DAX: Öl-Schock lähmt den Markt

30.04.2026 - 20:34:39 | boerse-global.de

Steigende Ölpreise und Inflationssorgen belasten den DAX. Die EZB-Zinsentscheidung und durchwachsene Unternehmensberichte prägen den Handelstag.

DAX: Öl-Schock lähmt den Markt - Foto: über boerse-global.de
DAX: Öl-Schock lähmt den Markt - Foto: über boerse-global.de

Brent-Rohöl auf dem höchsten Stand seit 2022, steigende Inflationsrisiken und eine gemischte Berichtssaison — der DAX steht am Donnerstag gleich von mehreren Seiten unter Druck. Vor dem Xetra-Start wird er rund 1,1 Prozent tiefer auf etwa 23.683 Punkte taxiert.

Ölpreise treiben Zinssorgen

Der Kern des Problems ist schnell erklärt: Brent-Rohöl kostet aktuell rund 125 Dollar pro Barrel — angeheizt durch den festgefahrenen Iran-Konflikt und Berichte über mögliche US-Militärschläge. Gleichzeitig zeigen die deutschen Importpreise im März einen Jahresvergleichsanstieg von 2,3 Prozent, der erste Plus-Wert seit einem Jahr. Mineralölerzeugnisse verteuerten sich dabei um über 40 Prozent. Diese Zahlen machen deutlich, wie stark der Energieschock bereits in der Lieferkette angekommen ist.

Je länger die Ölpreise auf diesem Niveau bleiben, desto lauter werden die Stimmen, die eine Zinswende nach oben einpreisen. Kein Wunder also, dass Marktteilnehmer zunehmend nervös werden. Das Euroraum-BIP legte im ersten Quartal nur noch um 0,1 Prozent zu — und damit deutlich schwächer als erwartet.

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Berichtssaison liefert kein Gegengewicht

Aus dem DAX melden sich heute BASF, DHL Group, MTU Aero Engines und Volkswagen. Die ersten Signale sind durchwachsen: BASF verzeichnete schrumpfenden Umsatz und ein rückläufiges operatives Ergebnis, VW kämpft mit einer Marge von nur noch 3,3 Prozent — deutlich unter den Analystenerwartungen von 3,7 Prozent. DHL hingegen überraschte positiv mit einem stärker als erwarteten operativen Gewinn.

Auch von der US-Berichtssaison kamen keine klaren Impulse. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft hatten am Mittwochabend ihre Zahlen vorgelegt — mit teils rekordhohen KI-Investitionen, die Anleger eher verunsicherten als begeisterten. Apple folgt nach Börsenschluss heute Abend.

EZB im Fokus

Am Nachmittag trifft die EZB ihre Zinsentscheidung. Ökonomen rechnen zwar damit, dass der Einlagensatz bei 2,0 Prozent bleibt — die Notenbank dürfte zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten. Allerdings wächst die Erwartung, dass eine Zinserhöhung schon im Juni auf der Agenda stehen könnte, sollte der Energiepreisdruck anhalten.

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Lage angespannt. Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt in weite Ferne. Für heute gilt eine Handelsspanne zwischen 23.500 und 23.850 Punkten als realistisch — ein erneuter Angriff auf die 24.000er-Marke ist vorerst nicht in Sicht.

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