DAX: Kurzes Aufatmen zum Quartalsende
01.04.2026 - 09:34:22 | boerse-global.deDer März 2026 war für DAX-Anleger kein schöner Monat. Zum letzten Handelstag des Quartals schloss der deutsche Leitindex mit einem kleinen Plus von 0,52 Prozent bei 22.680 Punkten — doch das kaschiert kaum, was die vergangenen Wochen angerichtet haben.
Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hat der Index mehr als zehn Prozent verloren. Das ist der heftigste Monatsverlust seit Juni 2022. Aufs gesamte erste Quartal gerechnet steht ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche. Kein Wunder, dass Marktbeobachter die kleinen Gewinne der letzten beiden Handelstage eher als technische Erholung einordnen denn als echte Trendwende.
Hoffnung aus Washington
Der eigentliche Treiber hinter der Erholung kam aus den USA. Berichten zufolge soll Präsident Donald Trump seinen Beratern signalisiert haben, den Militäreinsatz im Iran beenden zu wollen — und das selbst dann, wenn die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleibt. Diese strategisch wichtige Meerenge ist seit Wochen faktisch geschlossen und stranguliert die Energieversorgung Europas.
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Gleichzeitig meldete die israelische Seite, mehr als die Hälfte der militärischen Ziele im Iran zerstört zu haben. Der Markt griff die optimistische Lesart dieser Nachrichten bereitwillig auf. Ob zu Recht, steht auf einem anderen Blatt: Der Iran setzt seinen Beschuss der Golfstaaten mit Raketen und Drohnen unvermindert fort. Vor Dubai wurde zudem ein kuwaitischer Öltanker getroffen. Ob der DAX seine Tiefststände in dieser Korrektur wirklich bereits gesehen hat, lässt sich angesichts dieser Gemengelage kaum mit Sicherheit sagen.
Öl und Inflation als offene Flanke
Brent-Rohöl notiert weiterhin deutlich über 100 Dollar pro Fass — zuletzt sogar bei rund 118 Dollar. Das hinterlässt Spuren: Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im März im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, nach 1,9 Prozent im Februar. Damit liegt die Inflation zwar leicht unter den Erwartungen von 2,6 Prozent, aber der Trend zeigt klar nach oben. Solange die Energiepreise auf diesem Niveau verharren, bleibt der Druck auf Unternehmen und Haushalte spürbar.
Erschwerend kommt hinzu: Selbst ein Kriegsende würde Europas Wirtschaft nicht sofort entlasten, sofern die Straße von Hormus gesperrt bleibt. Der Zugang zu Öl- und Gaslieferungen aus der Region ist für europäische Länder weit kritischer als für die USA — weshalb US-Indizes wie Dow Jones und Nasdaq im März deutlich geringere Verluste verzeichnen dürften.
Der psychologisch wichtige Bereich um 22.000 Punkte hat sich zuletzt als Orientierungsmarke etabliert. Sollte der Index unter 21.863 Punkte zurückfallen, wäre das der tiefste Stand seit dem Zollschock im April 2025. Bis dahin bleibt das Bild eines Markts, der zwischen Erleichterung und Misstrauen pendelt — und noch auf eine echte Bodenbildung wartet.
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