Commerzbank, Euro

Commerzbank: 37,30 Euro über Angebotspreis

08.05.2026 - 01:32:33 | boerse-global.de

Commerzbank wehrt sich gegen Übernahme durch UniCredit und präsentiert morgen ein Strategie-Update bis 2030 mit höheren Renditezielen.

Commerzbank: 37,30 Euro über Angebotspreis - Foto: über boerse-global.de
Commerzbank: 37,30 Euro über Angebotspreis - Foto: über boerse-global.de

Die Commerzbank hat die Geduld mit UniCredit verloren. In einer ungewöhnlich scharfen Stellungnahme erklärte das Management, man lasse sich nicht wie „Zirkusponys in einer Manege" vorführen — eine direkte Antwort auf UniCredit-Chef Andrea Orcel, der einen Dialog über mögliche Angebotsbedingungen in Aussicht gestellt hatte.

Der Ton sagt viel über den Stand der Dinge. UniCredit hält bereits rund 30 Prozent der Commerzbank-Anteile und hat am 5. Mai ein formelles Tauschangebot vorgelegt. Die Frankfurter Seite wirft den Italienern vor, kein echtes Interesse an einem Dialog über das Geschäftsmodell zu haben.

Angebot liegt weit unter dem Börsenkurs

Das Kernproblem ist finanziell. UniCredit bietet 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Papier. Das entspricht einem impliziten Wert von rund 31 Euro pro Aktie. Die Commerzbank-Aktie notiert aktuell bei 36,43 Euro — also deutlich darüber. Solange dieser Abstand besteht, dürfte eine breite Annahme durch Aktionäre schwierig werden.

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Der Kurs hat in den vergangenen zwölf Monaten fast 50 Prozent zugelegt. Das stärkt das Argument der Commerzbank-Führung: Das Institut sei als eigenständiges Unternehmen mehr wert als das Angebot suggeriert.

Strategie-Update als Antwort auf Orcel

Morgen, am 8. Mai, folgt der nächste Zug. Die Commerzbank veröffentlicht ihre Quartalszahlen und präsentiert zeitgleich ein Strategie-Update bis 2030. Erwartet werden höhere Renditeziele — ein Signal an Investoren, dass die Bank alleine profitabler sein kann als im UniCredit-Verbund.

Am 20. Mai tagt die Hauptversammlung in Wiesbaden. Auf der Tagesordnung stehen ein Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Aktie sowie eine Ermächtigung zu weiteren Aktienrückkäufen.

Bundesregierung hält sich bedeckt

Die Machtverhältnisse bleiben offen. UniCredit ist größter privater Einzelaktionär. Der Bund hält rund 12 Prozent — und hat sich bislang nicht klar positioniert. Das Übernahmeangebot läuft bis zum 16. Juni 2026. Wie Berlin abstimmt, könnte den Ausgang maßgeblich beeinflussen.

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