Bundesregierung, Engpass

Bundesregierung beendet Engpass bei Heroin-Medikament

20.02.2026 - 20:40:12 | boerse-global.de

Die Versorgung mit pharmazeutischem Heroin für Schwerstabhängige ist gesichert, während synthetische Drogen wie Fentanyl den illegalen Markt bedrohen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat den monatelangen Versorgungsmangel für Diamorphin behoben. Das pharmazeutische Heroin ist ein letztes Mittel in der Substitutionstherapie für Schwerstabhängige. Die Stabilisierung kommt in einer Zeit, in der neue synthetische Drogen den Markt fluten.

Substitution für Schwerstabhängige gesichert

Seit November 2024 herrschte Unsicherheit für eine besonders vulnerable Gruppe: Rund 80.400 Menschen in Deutschland sind in einer Opioid-Substitutionsbehandlung. Für einen kleinen Teil von ihnen – schwerstabhängige Erwachsene, bei denen alle anderen Therapien versagten – ist Diamorphin die letzte Option. Die nun gesicherte Versorgung bedeutet Stabilität und ist ein zentraler Pfeiler der deutschen Schadensminderungspolitik.

Doch während ein altes Problem gelöst wird, wächst ein neues: die Bedrohung durch synthetische Opioide.

Synthetische Drogen als tödliche Gefahr

Substanzen wie Fentanyl oder Nitazene tauchen immer häufiger in Deutschland auf. Sie sind um ein Vielfaches stärker als Heroin und schon in winzigen Mengen tödlich. Ein Modellprojekt der Deutschen Aidshilfe fand Fentanyl-Spuren in 3,6 Prozent getesteter Heroinproben.

Diese billig produzierten Stoffe verändern den Drogenmarkt fundamental. Sie werden illegalen Drogen beigemischt oder als Tabletten gefälscht – und erhöhen das Risiko unbeabsichtigter Überdosen dramatisch. Experten fordern eine schnelle Reaktion von Gesundheitsbehörden.

Neue Leitlinien und der Ruf nach Prävention

Anfang des Monats reagierte die Fachwelt mit neuen S3-Leitlinien zur Behandlung opioidbezogener Störungen. Diese evidenzbasierten Standards sollen die Therapie vereinheitlichen.

Gleichzeitig wird ein grundsätzlicher Kurswechsel diskutiert. Der Wissenschaftsrat fordert, Prävention ins Zentrum zu rücken – also Krankheiten zu verhindern, statt sie nur zu behandeln. Das bedeutet: mehr Aufklärung über synthetische Drogen, bessere Schmerztherapien und eine stärkere psychische Gesundheitsversorgung.

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Deutschland und die Opioid-Krise

Die Lage hierzulande ist nicht mit der Krise in Nordamerika vergleichbar, die aus einer freizügigen Verschreibungspraxis entstand. Deutsche Ärzte unterliegen strengen Regeln. Die eigentliche Herausforderung liegt heute auf dem illegalen Markt mit seinen schnell wechselnden Substanzen.

Städte wie Berlin, Hannover und Essen bereiten sich in Projekten wie „so-par“ bereits auf die synthetische Bedrohung vor. Die gesicherte Diamorphin-Versorgung ist ein wichtiger Schritt. Sie ist aber nur ein Teil der Lösung.

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