Broken-Heart-Syndrom: Wenn Stress das Herz angreift
18.01.2026 - 06:39:12Extremer Stress kann einen Herzinfarkt vortäuschen – und lebensgefährlich sein. Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom zeigt, wie eng Psyche und Herzgesundheit verknüpft sind. Die Forschung entschlüsselt zunehmend die Mechanismen hinter dieser rätselhaften Erkrankung.
Die Takotsubo-Kardiomyopathie ist eine akute Funktionsstörung des Herzmuskels. Sie tritt typischerweise nach intensivem emotionalen oder körperlichem Stress auf.
- Auslöser können sowohl negative Ereignisse wie Trauerfälle als auch positive Schocks wie ein plötzlicher Gewinn sein.
- Im Körper schütten die Nebennieren eine Flut von Stresshormonen wie Adrenalin aus. Diese können einen Teil der linken Herzkammer vorübergehend lähmen und aufblähen.
- Die Symptome sind von einem echten Herzinfarkt kaum zu unterscheiden: starke Brustschmerzen, Atemnot und Übelkeit.
Der entscheidende Unterschied: Bei Takotsubo sind die Herzkranzgefäße nicht blockiert. Die Pumpleistung bricht allein durch die Stressreaktion zusammen.
Die fatale Verbindung: Gehirn-Herz-Achse
Im Zentrum des Verständnisses steht die Gehirn-Herz-Achse. Studien zeigen, dass bei Betroffenen die Kommunikation zwischen emotionalen Hirnzentren und dem Herzen gestört ist.
Extreme Reize überfluten den Körper mit Katecholaminen. Diese Stresshormone schädigen den Herzmuskel direkt und lösen Entzündungen aus. Die Forschung unterstreicht damit die kritische Verbindung zwischen neurologischer und kardiologischer Gesundheit.
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Wer ist betroffen und was hilft?
Auffällig ist die Verteilung: Rund 90 Prozent der diagnostizierten Patienten sind Frauen nach der Menopause. Hormonelle Veränderungen scheinen eine Rolle zu spielen.
Zwar erholt sich das Herz bei den meisten Patienten innerhalb von Wochen. Doch die Akutphase ist gefährlich. Das Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen ist hoch.
Aktuelle Therapieansätze gehen über die Standardbehandlung hinaus. Klinische Studien untersuchen beispielsweise, ob Medikamente, die die Stress-Entzündungsreaktion dämpfen, helfen können.
Der Schlüssel liegt in der Prävention
Da es keine vorbeugende Pille gibt, rückt das aktive Stressmanagement in den Fokus. Der Aufbau psychischer Widerstandskraft (Resilienz) ist entscheidend, um das Herz zu schützen.
Experten empfehlen eine Kombination aus:
* Regelmäßiger Bewegung zum Abbau von Stresshormonen.
* Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga.
* Der Pflege eines stabilen sozialen Netzwerks.
* Gegebenenfalls einer Therapie, um schädliche Denkmuster zu durchbrechen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Erkenntnisse formen ein neues Feld: die Neurokardiologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Herzspezialisten, Neurologen und Psychiatern wird immer wichtiger.
Zukünftige Forschung will Risikopersonen früher identifizieren und maßgeschneiderte Präventionsstrategien entwickeln. Die Botschaft ist klar: Ein gesundes Herz braucht auch seelische Pflege.


