Braunes, Fett

Braunes Fett: Neue Studien revolutionieren die Adipositas-Forschung

15.03.2026 - 01:19:07 | boerse-global.de

Forscher entdecken einen neuen embryonalen Ursprung für braunes Fettgewebe. Zudem zeigen Studien, dass Darmbakterien die Fettverbrennung steuern und genetische Faktoren die Kälteaktivierung beeinflussen.

Braunes Fett: Neue Studien revolutionieren die Adipositas-Forschung - Foto: über boerse-global.de
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Forscher entdecken einen völlig neuen embryonalen Ursprung für braunes Fettgewebe. Diese bahnbrechende Erkenntnis könnte den Kampf gegen Fettleibigkeit revolutionieren. Gleichzeitig liefern zwei weitere Studien wichtige Puzzleteile: Darmbakterien können die Fettverbrennung ankurbeln, und genetische Anpassung zeigt enorme Unterschiede in der Kälteaktivierung.

Ein unerwarteter Startpunkt an der Aorta

Bislang galt braunes Fett als einheitliches Gewebe mit ähnlicher Herkunft. Ein Team der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems widerlegt diese Annahme nun fundamental. Die Wissenschaftler um Professor Sigmar Stricker fanden eine winzige Zellnische rund um die dorsale Aorta als Ursprung für mehrere braune Fettdepots.

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Mithilfe modernster genetischer Tracing-Methoden verfolgten sie die Wanderung dieser Zellen in Mausembryonen. Das überraschende Ergebnis: Selbst das bekannte Fettdepot zwischen den Schulterblättern stammt nur minimal aus dieser Quelle. Für die Medikamentenentwicklung ist das eine entscheidende Erkenntnis. Denn unterschiedliche Ursprünge bedeuten wahrscheinlich auch unterschiedliche Reaktionen auf Therapien.

Darmbakterien als geheime Schaltzentrale

Wie lässt sich weißes Speicherfett in kalorienverbrennendes beiges Fett umwandeln? Eine Studie in Nature liefert eine verblüffende Antwort: über den Darm. Ein internationales Forschungsteam identifizierte vier Bakterienstämme, die bei proteinarmer Ernährung chemische Signale aussenden.

Diese Signale verändern Gallensäuren, die dann ins Fettgewebe gelangen. Dort regen sie Stammzellen zur Umwandlung an. Parallel produzieren die Bakterien Ammoniak, was die Ausschüttung des Hormons FGF21 ankurbelt. In Versuchen führte dieser Prozess bei Tieren zu besserer Glukosetoleranz, weniger Gewichtszunahme und niedrigeren Cholesterinwerten.

Grönländer aktivieren sechsmal mehr Fett

Der stärkste natürliche Aktivator für braunes Fett bleibt Kälte. Doch wie effizient der Körper reagiert, hängt stark von den Genen ab. Eine klinische Studie verglich Grönländer mit Dänen – mit extremen Ergebnissen.

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Grönländer konnten ihre braune Fettaktivität um das 170-Fache steigern, Dänen nur um das 45-Fache. Im direkten Vergleich verbrannten die Grönländer also sechsmal mehr Energie. Bemerkenswert: Die Körperkerntemperatur sank in beiden Gruppen gleich stark. Das beweist eine fundamental effizientere Wärmeproduktion bei den Grönländern. Für Mediziner zeigt dies, dass sich diese Fähigkeit im Erwachsenenalter reaktivieren lassen müsste.

Paradigmenwechsel in der Medizin

Die neuen Studien markieren einen Wendepunkt. Statt nur auf Diät und Bewegung zu setzen, rückt die Aktivierung des braunen Fetts als dritter, physiologischer Hebel in den Fokus. Selbst winzige Mengen dieses Gewebes haben enorme Auswirkungen auf die Stoffwechselgesundheit.

Die Entdeckung der unterschiedlichen embryonalen Ursprünge wird helfen, künftige Medikamente präziser zu entwickeln. Gleichzeitig eröffnen die Darmbakterien-Studien den Weg für mikrobiombasierte Therapien. Bis zur Marktreife neuer Wirkstoffe dauert es zwar noch Jahre. Doch das Fundament für eine völlig neue Generation von Stoffwechseltherapien ist nun gelegt.

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