Body, Neutrality

Body Neutrality: Wenn der Körper einfach nur sein darf

19.01.2026 - 08:30:12

Body Neutrality etabliert sich als pragmatische Alternative zur Body-Positivity-Bewegung. Statt bedingungsloser Selbstliebe rückt die reine Funktionalität des Körpers in den Fokus. Experten sehen darin einen Weg zu weniger psychischem Druck.

Der Ansatz gewinnt an Bedeutung, weil der Zwang zur Selbstliebe für viele anstrengend wirkt. Die Kernbotschaft: Der eigene Wert ist nicht an das Aussehen gekoppelt. Psychologen und Therapeuten befürworten die Methode als zugänglicheren Pfad zu einem gesünderen Körperbild.

Die Body-Positivity-Bewegung kämpft seit den 1960er Jahren gegen Diskriminierung. Ihr Ziel ist die bedingungslose Liebe zum eigenen Körper. Doch genau dieser Anspruch wird für viele zur Hürde. Der Sprung von Kritik zu Liebe fühlt sich oft unehrlich an.

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Hier setzt Body Neutrality an. Das Konzept, das um 2015 aufkam, betrachtet den Körper als neutrales Werkzeug. Es geht nicht um Liebe oder Hass, sondern um das, was der Körper leistet: atmen, fühlen, leben. Dieser Ansatz entkoppelt das Selbstwertgefühl vom Spiegelbild.

Weniger Druck, mehr mentale Freiheit

Die Hinwendung zur Körperneutralität bietet klare Vorteile. Fällt der ständige Fokus auf das Aussehen weg, werden kognitive Ressourcen frei. Das kann Angst, Stress und Depressionssymptome reduzieren.

Fachgesellschaften wie die Deutsche Adipositas-Gesellschaft befürworten den Ansatz. Experten wie Psychotherapeutin Prof. Claudia Luck-Sikorski halten ihn für überlegen, weil er auf Funktion statt Schönheit basiert. Für Menschen in Therapie wird die Neutralität so zu einem erreichbaren Zwischenschritt.

So funktioniert Body Neutrality im Alltag

Die Prinzipien lassen sich durch konkrete Verhaltensänderungen integrieren. Ein zentraler Aspekt ist die Sprache.

  • Fokus auf Funktionalität: Dankbarkeit für das, was der Körper leistet – gehen, atmen, umarmen.
  • Bewusster Medienkonsum: Accounts entfolgen, die unrealistische Ideale fördern. Stattdessen Vielfalt folgen.
  • Bewegung aus Freude: Sport sollte dem Wohlbefinden dienen, nicht der Kalorienverbrennung.
  • Kleidung für Komfort: Bequeme Passform wählen, statt sich in ein Ideal zu zwängen.

Diese Praktiken helfen, den Körper als funktionalen Teil des Selbst zu sehen.

Eine Reaktion auf den Leistungsdruck

Der Aufstieg der Body Neutrality ist auch eine Reaktion. Body Positivity wurde in sozialen Medien oft von schlanken Influencern vereinnahmt. Die neue Bewegung entzieht dem Aussehen seine zentrale Bedeutung – und wirkt in einer visuellen Kultur befreiend.

Hashtags wie #bodyneutrality verzeichnen auf TikTok bereits Milliarden Aufrufe. Die Bewegung normalisiert Vielfalt, ohne sie zwanghaft als “schön” bezeichnen zu müssen. Sie spiegelt ein gesellschaftliches Bedürfnis nach weniger Druck und mehr psychischer Gesundheit.

Ein fester Platz für die mentale Gesundheit

Body Neutrality wird voraussichtlich weiter an Einfluss gewinnen. Die Prinzipien finden bereits Anklang in Therapien und könnten künftig stärker in Präventionskonzepte einfließen.

Auch die Mode- und Werbebranche könnte sich verändern: weg von reiner Ästhetik, hin zur Darstellung funktionaler Vielfalt. Die Forschung steht zwar am Anfang, doch die Entlastung durch eine neutrale Haltung könnte für viele der nachhaltigere Weg zu mehr Selbstakzeptanz sein.

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