Beikost-Start: Neue Regeln für Babys erstes Essen
24.01.2026 - 02:53:12Eltern können Babys früher mit Allergenen wie Ei oder Nüssen konfrontieren. Das empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie zur Allergieprävention. Der Paradigmenwechsel gehört zu den wichtigsten Neuerungen bei der Beikost-Einführung.
Experten raten heute zu Vielfalt statt Verzicht. Potenzielle Allergene sollten früh und regelmäßig in den Speiseplan integriert werden. Diese Strategie trainiert das Immunsystem und kann das Allergierisiko senken.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Brei?
Der Start der Beikost sollte zwischen dem Beginn des fünften und siebten Lebensmonats liegen. Entscheidender als das Alter sind jedoch die Entwicklungszeichen des Kindes. Es ist bereit, wenn es:
- den Kopf selbstständig halten und mit Unterstützung sitzen kann,
- den Zungenstoßreflex verloren hat,
- aktives Interesse am Essen der Familie zeigt und
- nach Nahrung greifen und sie zum Mund führen kann.
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Diese Reifezeichen signalisieren, dass das Baby feste Nahrung sicher aufnehmen und verdauen kann.
Der klassische Beikost-Fahrplan
Der bewährte Ernährungsplan ersetzt schrittweise Milchmahlzeiten durch Breie. So gewöhnt sich der kleine Verdauungstrakt langsam an die neue Kost.
Gestartet wird mittags mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Zuerst kommt mildes Gemüse wie Karotte auf den Löffel, dann Kartoffeln und Öl. Fleisch oder Fisch liefern schließlich das kritische Eisen. Später folgen der milchfreie Getreide-Obst-Brei am Nachmittag und der Milch-Getreide-Brei am Abend.
Kuhmilch dient im ersten Jahr nur als Zutat im Abendbrei, nicht als Getränk. Dafür eignet sich am besten Wasser.
Allergieprävention: Früher Kontakt schützt
Die neue Leitlinie stellt alte Empfehlungen auf den Kopf. Statt Fisch, Ei oder Nüsse zu meiden, sollen Eltern sie gezielt anbieten – natürlich in altersgerechter Form.
Gut durcherhitztes Hühnerei, fetter Fisch oder Erdnussmus können nach der ersten Gemüseeinführung auf den Speiseplan. Besonders für Kinder mit hohem Allergierisiko, etwa durch Neurodermitis, kann dieser frühe Kontakt schützend wirken.
Baby-Led Weaning: Breifrei als Alternative
Immer populärer wird die Methode Baby-Led Weaning (BLW). Dabei bekommt das Baby weich gekochte, mundgerechte Stücke vom Familientisch, die es selbst greifen und essen kann.
Befürworter loben die Förderung von Motorik und Selbstregulation. Offizielle Stellen wie das Netzwerk “Gesund ins Leben” stehen dem offen gegenüber, mahnen aber zur Sicherstellung der Nährstoffversorgung. Viele Familien kombinieren daher Brei und Fingerfood.
Was im ersten Lebensjahr tabu ist
Bestimmte Lebensmittel sind für Säuglinge gefährlich und müssen gemieden werden. Dazu zählen:
* Honig und Ahornsirup (Gefahr von Säuglingsbotulismus),
* ganze Nüsse (Erstickungsgefahr),
* rohe tierische Produkte und
* stark verarbeitete, gesalzene oder gezuckerte Speisen.
Gegen Ende des ersten Jahres gleicht der Speiseplan immer mehr der normalen Familienkost. Die in der Beikostphase etablierten Gewohnheiten können die Beziehung zum Essen ein Leben lang prägen.
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