Bayer: 7,25-Milliarden-Vergleich bis Juni
30.04.2026 - 13:09:32 | boerse-global.deBayer kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig — und die nächsten Wochen könnten entscheidend sein. Der US Supreme Court hat am 27. April die mündlichen Argumente im Roundup-Fall gehört, ein Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar wartet auf finale Bestätigung, und am 12. Mai folgen die Quartalszahlen.
Lobbying und Supreme Court
Kurz vor den Anhörungen stockte Bayer seine Lobbying-Ausgaben auf. Für das erste Quartal 2026 meldete der Konzern knapp über 2 Millionen US-Dollar — nach 1,75 Millionen im Vorquartal. Seit Anfang 2024 summieren sich die Bundeslobbyingausgaben auf rund 19,7 Millionen US-Dollar über neun Quartale.
Der neue Offenlegungsbericht zeigt eine veränderte Strategie: Statt breiter Beobachtung von Pestizidvorschriften zielt Bayer nun gezielt auf Gesetzgebung ab, die dem Konzern einen rechtlichen Schutzschild gegen laufende Klagen verschaffen soll.
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Beim Supreme Court war die Reaktion gespalten. Richter Brett Kavanaugh hinterfragte, ob staatliche Klagen wegen fehlender Krebswarnungen mit einer Bundesvorschrift zur Einheitlichkeit von Herbizid-Etiketten vereinbar seien — eine Linie, die Bayer nützt. Oberster Richter John Roberts stellte hingegen infrage, ob Staaten auf eine EPA-Entscheidung warten müssten, bevor sie bei Krebsrisiken handeln dürfen. Ein Urteil wird bis Juli erwartet.
Vergleich und offene Klagen
Der Roundup-Rechtsstreit umfasst mehr als 100.000 Klagen und hat Bayer bislang rund 11 Milliarden US-Dollar an Vergleichen gekostet. Ein Richter in Missouri hat einem weiteren Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar vorläufig zugestimmt. Er soll bestehende und künftige Ansprüche von Personen regeln, die eine Glyphosat-Exposition für ihr Non-Hodgkin-Lymphom verantwortlich machen. Bis zum 4. Juni 2026 können Klassenmitglieder aus dem Deal aussteigen, um eigene Klagen zu verfolgen.
Aktionäre und Q1-Zahlen
Auf der Hauptversammlung lobten Vertreter von Deka, DWS und Union Investment die operativen Fortschritte — allerdings mit steigendem Erwartungsdruck. Deka-Experte Ingo Speich forderte eine ergebnisoffene Prüfung der Konzernstruktur. Union Investment stützt den aktuellen Kurs von CEO Anderson und lehnt eine Abspaltung der OTC-Sparte vorerst ab.
Am 12. Mai 2026 veröffentlicht Bayer den Quartalsbericht für das erste Quartal. Das Marktinteresse gilt vor allem der Frage, ob der Konzern auf Kurs für ein bereinigtes EBITDA von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro liegt. Das Jahresziel schließt einen negativen Free Cash Flow von bis zu 2,5 Milliarden Euro ein — und eine Nettofinanzverschuldung, die auf 32 bis 33 Milliarden Euro steigen soll.
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