BAuA, Studie

BAuA startet Studie zu Risiken agiler Arbeit

07.01.2026 - 18:39:12

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht ab sofort die Schattenseiten moderner Arbeitsformen. Ihre neue Studie “ERNA” erforscht, wie selbstorganisierte Arbeit die psychische Gesundheit belastet.

Agile Arbeitsmethoden verbreiten sich rasant in deutschen Unternehmen. Sie versprechen mehr Flexibilität und schnelle Innovation. Doch die Übertragung von Entscheidungsbefugnissen auf Mitarbeiter – sogenanntes Empowerment – birgt Risiken. Die BAuA-Studie “Empowerment: Risiken und Nebenwirkungen agiler Arbeit” geht der Frage nach: Wann führt mehr Autonomie zu Selbstausbeutung statt zu Zufriedenheit?

“Die Grenzen zwischen Verantwortung und Überarbeitung verschwimmen oft”, erklärt ein BAuA-Sprecher. Die Forschung konzentriert sich auf spezifische Stressfaktoren: unklare Rollen in flexiblen Teams, die Entgrenzung von Arbeit und Privatleben sowie sozialen Druck innerhalb selbstorganisierter Gruppen. Ziel ist eine klare Trennung zwischen gesunder Eigenverantwortung und toxischer Agilität.

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Unternehmen gesucht für 2026

Ab sofort sucht die BAuA Partner für ihre einjährige Forschungsphase. Angesprochen sind kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen, die agile Strukturen einführen oder planen. Die Kernstudie läuft von Januar bis Dezember 2026.

Teilnehmende Organisationen profitieren von wissenschaftlicher Begleitung ihrer Veränderungsprozesse. Sie erhalten detaillierte Auswertungen und exklusive Workshops für Führungskräfte. Die Belastung für Unternehmen bleibt gering – mit kurzen, flexiblen Befragungsintervallen. Alle Mitarbeiterdaten werden anonymisiert.

Rechtliche Lücken schließen

Die Studie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Traditionelle Industrien wie Automobilbau und Maschinenbau übernehmen zunehmend agile Methoden aus der Softwareentwicklung. Dabei entstehen Grauzonen zwischen etablierten Sicherheitskulturen und neuen Arbeitsabläufen.

“ERNA soll empirische Daten für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung liefern”, so die BAuA. Diese Risikobewertung ist für deutsche Arbeitgeber verpflichtend – deckt aber agile Arbeitsformen bisher kaum explizit ab. Die Ergebnisse könnten künftige Regularien und Betriebsprüfungen maßgeblich beeinflussen.

Frühzeitig positionieren

Unternehmen, die sich jetzt beteiligen, gewinnen einen Wissensvorsprung. Sie können ihre Compliance-Strategien frühzeitig anpassen und sich als Vorreiter nachhaltiger “New Work”-Praktiken positionieren. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Jahres in Workshops diskutiert. Die vollständigen Leitlinien veröffentlicht die BAuA voraussichtlich Anfang 2027.

Interessierte Organisationen sollten sich umgehend über das BAuA-Portal registrieren. Die Teilnehmerzahl für die 2026er Kohorte ist begrenzt.

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