Ballaststoffe verstärken Rheuma-Therapie
01.01.2026 - 22:21:11Eine neue Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zeigt: Eine ballaststoffreiche Ernährung kann den Erfolg der medikamentösen Behandlung bei Rheumatoider Arthritis deutlich steigern. Die Ergebnisse, erst vor zwei Tagen veröffentlicht, liefern zum Jahresstart handfeste Argumente für eine gezielte Ernährungsumstellung.
Im Zentrum steht die sogenannte Darm-Gelenk-Achse. Die Forschenden fanden heraus, dass Ballaststoffe das Wachstum bestimmter Darmbakterien fördern. Diese produzieren kurzkettige Fettsäuren, die Entzündungen im Körper bremsen können.
Der Mechanismus ist konkret:
* Ballaststoffe nähren “gute” Darmbakterien.
* Diese Bakterien bilden entzündungshemmende Fettsäuren.
* Diese Stoffe stärken die Darmbarriere und verringern so die Übertragung von Entzündungen auf die Gelenke.
Die doppelblinde Studie belegt, dass Patienten mit angepasster Ernährung bessere klinische Werte erzielten als die Kontrollgruppe. Damit rückt die Ernährung vom Lifestyle-Tipp zur evidenzbasierten Begleittherapie auf.
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Zucker als Risikofaktor bestätigt
Während Ballaststoffe helfen, wirkt Zucker offenbar als Brandbeschleuniger. Große Beobachtungsstudien zeigen ein alarmierendes Bild: Schon ein gezuckertes Softgetränk pro Tag kann das Rheuma-Risiko deutlich erhöhen – bei Frauen über 50 teils um mehr als 60 Prozent.
Laborexperimente der Universität Leipzig liefern eine Erklärung: Instabile Blutzuckerspiegel können im Gewebe einen Energiemangel auslösen. Dieser aktiviert den Entzündungskomplex NLRP3-Inflammasom, der Rheumaschübe befeuert. Der Verzicht auf freien Zucker wird so zur direkten Entzündungsprophylaxe.
Ernährung wird Teil der Standardversorgung
Die neuen Daten treffen auf eine vorbereitete Fachwelt. Erst im Dezember 2025 hatte die Deutsche Rheuma-Liga ihre Patientenleitlinie “Ernährung bei Rheuma” grundlegend überarbeitet. Die Empfehlung lautet nun klar: eine modifizierte mediterrane Kost mit hohem pflanzlichen Anteil.
Experten betonen jedoch: Eine Ernährungsumstellung ersetzt keine Medikamente. Sie kann deren Wirksamkeit aber so verbessern, dass langfristig niedrigere Dosen denkbar werden. Das wäre ein großer Gewinn für die Lebensqualität, da viele Rheumamedikamente starke Nebenwirkungen haben.
Personalisierte Ernährung als nächster Schritt
Die Forschung geht weiter. Das mit 2,7 Millionen Euro geförderte Projekt PREDICT-CTD arbeitet an präziseren Diagnoseverfahren. Das Ziel für die Zukunft: keine pauschalen Ratschläge mehr, sondern individuelle Ernährungsempfehlungen basierend auf dem persönlichen Mikrobiom und Genprofil des Patienten.
Sollte sich die direkte, entzündungshemmende Wirkung der kurzkettigen Fettsäuren in weiteren Studien bestätigen, könnten spezielle Ballaststoff-Präparate (“Medical Food”) schon bald die Therapie ergänzen. Bis dahin bleibt die Devise, die nun auch klinisch untermauert ist: mehr Pflanzenfasern, weniger Zucker.
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