Aviva, GB0002162385

Aviva plc-Aktie (GB0002162385): Dividende, Aktienrückkauf und Kapitalrückführung im Fokus

21.05.2026 - 23:45:47 | ad-hoc-news.de

Aviva plc rückt mit einer hohen Dividendenrendite und laufenden Aktienrückkäufen in den Fokus. Zuletzt stand die Ausschüttung im Mai 2026 im Mittelpunkt, während der Versicherer seine Kapitalrückführungsstrategie an die Aktionäre weiter umsetzt.

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Aviva plc ist als britischer Versicherungs- und Altersvorsorgekonzern vor allem wegen seiner konstanten Dividendenpolitik und umfangreicher Kapitalrückführungsprogramme an Aktionäre im Blickpunkt internationaler Anleger. Im Mai 2026 rückte die Aktie erneut in den Fokus, nachdem eine Dividendenzahlung termingerecht abgewickelt wurde und damit die Ausschüttungsstärke des Konzerns unterstrich, wie der Dividendenkalender von DivvyDiary für den Mai 2026 zeigt, laut DivvyDiary Stand 21.05.2026.

Stand: 21.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Aviva
  • Sektor/Branche: Versicherungen und Asset Management
  • Sitz/Land: London, Vereinigtes Königreich
  • Kernmärkte: Vereinigtes Königreich, Irland, Kanada
  • Wichtige Umsatztreiber: Lebens- und Sachversicherungen, Altersvorsorgeprodukte, Asset-Management-Gebühren
  • Heimatbörse/Handelsplatz: London Stock Exchange (Ticker: AV.)
  • Handelswährung: Britisches Pfund (GBP)

Aviva plc: Kerngeschäftsmodell

Aviva plc gehört zu den etablierten Versicherungsgruppen in Europa und konzentriert sich auf das Geschäft mit Lebens- und Sachversicherungen, Altersvorsorge sowie Anlageprodukten. Das Unternehmen betreut Privatkunden, kleine und mittlere Unternehmen sowie institutionelle Anleger. Im Heimatmarkt Großbritannien zählt der Konzern zu den bedeutenden Anbietern von Lebensversicherungen und Pensionslösungen, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht, laut Aviva Stand 21.05.2026.

Das Geschäftsmodell von Aviva plc basiert stark auf wiederkehrenden Prämieneinnahmen aus Versicherungsverträgen und Gebühren aus dem Asset Management. Lebensversicherungsverträge, Rentenprodukte und betriebliche Altersversorgung generieren langfristige Zahlungsströme, während Schaden- und Unfallsparten wie Kfz-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen etwas stärker von kurzfristigen Entwicklungen und Schadenereignissen beeinflusst werden. Durch diese Kombination versucht die Gruppe, ihr Geschäftsprofil zu diversifizieren.

Ein weiterer Kern des Geschäftsmodells ist die Verwaltung großer Kapitalanlagen, die aus den Beitragseinnahmen der Kunden resultieren. Aviva plc investiert diese Mittel nach regulatorischen Vorgaben in Anleihen, Aktien, Immobilien und alternative Anlagen. Die Erträge aus diesen Kapitalanlagen tragen zur Deckung künftiger Versicherungsleistungen und zur Stabilisierung der Ergebnisse bei. Parallel dazu erzielt der Konzern Gebühreneinnahmen aus der Verwaltung von Vermögen, insbesondere über die interne Asset-Management-Einheit.

In den vergangenen Jahren hat Aviva plc das eigene Portfolio gestrafft und sich aus einigen Randmärkten zurückgezogen. Die Gruppe berichtete, dass die strategische Ausrichtung nun vor allem auf den Kernregionen Vereinigtes Königreich, Irland und Kanada liege, um Größenvorteile zu nutzen und die Kapitalallokation zu fokussieren, wie aus zurückliegenden Unternehmensverlautbarungen zu strategischen Portfoliomaßnahmen hervorgeht, laut Aviva Investor Relations Stand 21.05.2026.

Aviva plc kombiniert traditionelle Versicherungsprodukte mit digitalen Angeboten, etwa Online-Abschlüssen und Self-Service-Portalen, um die Kundenbindung zu stärken und Kosten zu senken. In wichtigen Segmenten wie Kfz- und Hausratversicherungen setzt der Konzern zunehmend auf digitale Prozesse für Angebotsberechnung, Policierung und Schadenregulierung. Dies soll langfristig Effizienzgewinne bringen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber reinen Digitalversicherern sichern.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Aviva plc

Die bedeutendsten Umsatztreiber von Aviva plc liegen in den Bereichen Lebensversicherung, Altersvorsorge und allgemeine Sachversicherungen. Im Lebensbereich bietet der Konzern klassische Policen, fondsgebundene Produkte und Rentenlösungen an. Diese Produkte sind ein zentraler Bestandteil der Vorsorgestrategien vieler britischer Haushalte und Arbeitgeber, da Steuerbegünstigungen und betriebliche Pensionssysteme einen strukturellen Bedarf schaffen, wie Branchenanalysen zur britischen Altersvorsorge nahelegen, unter anderem berichtet von Spezialpublikationen im Versicherungssektor, laut Financial Times Stand 15.04.2026.

Im Bereich der Sachversicherungen generiert Aviva plc Prämien aus Kfz-, Wohngebäude-, Hausrat- und Haftpflichtversicherungen sowie aus gewerblichen Policen. In Kanada tritt der Konzern als wichtiger Anbieter in der Kfz- und Hausratversicherung auf, während in Irland sowohl Privat- als auch Firmenkunden adressiert werden. Das Segment Schaden/Unfall ist stärker konjunktur- und wettbewerbssensitiv, kann aber bei disziplinierter Zeichnungspolitik und stabiler Schaden-Kosten-Quote solide Margen liefern.

Ein zusätzlicher Ertragstreiber ist das Asset Management. Aviva plc verwaltet über ihre Vermögensverwaltungseinheit Gelder sowohl aus den eigenen Versicherungstöpfen als auch von externen Kunden. Aus den verwalteten Vermögen fallen laufende Gebühren an, die typischerweise in Prozent des Volumens bemessen werden. Dieses Geschäftsmodell profitiert von steigenden Kapitalmärkten und Nettozuflüssen, ist aber anfällig für Marktvolatilität und Abflüsse bei schwächerer Performance.

Die Produktpalette von Aviva plc umfasst außerdem Risiko- und Gesundheitsversicherungen sowie Gruppenvorsorgeverträge für Unternehmen. Im Firmenkundenbereich werden beispielsweise betriebliche Altersversorgungslösungen, Gruppenlebensversicherungen und kollektive Rentenarrangements angeboten. Diese Verträge können langfristige Beziehungen zu Unternehmenskunden begründen und tragen zur Stabilisierung der Prämienbasis bei.

Währungsseitig ist der Konzern naturgemäß in britischem Pfund und kanadischem Dollar exponiert, da Prämien und Schadenaufwendungen überwiegend in diesen Währungen anfallen. Für internationale Anleger aus dem Euroraum bedeutet dies, dass Wechselkursbewegungen zwischen Pfund und Euro die in Euro umgerechnete Rendite beeinflussen. Ein schwacher Pfundkurs kann Dividenden in Euro schmälern, während ein stärkerer Pfundkurs die Euro-Ergebnisse steigern kann.

Dividendenstärke und Aktienrückkaufprogramm im Fokus

Ein wesentliches Element der Investmentgeschichte von Aviva plc ist die betonte Kapitalrückführung an Aktionäre. Die Gruppe hat in den vergangenen Jahren auf eine Kombination aus regulären Dividenden und Aktienrückkäufen gesetzt. Ein englischsprachiger Marktüberblick hob hervor, dass die Dividendenstärke und geplante Rückkaufprogramme den Versicherer verstärkt in den Fokus von Einkommensinvestoren rückten, wie eine Analyse zu Aviva plc als Dividendenwert schilderte, laut ad-hoc-news.de Stand 10.05.2026.

Im Dividendenkalender für Mai 2026 wird Aviva plc mit einer Ausschüttung von 0,26 Pfund je Aktie und einer Dividendenrendite von rund 6,47 Prozent geführt, mit Ex-Tag am 26.03.2026 und Zahltag am 14.05.2026, laut DivvyDiary Stand 21.05.2026. Diese Daten illustrieren die Bedeutung der laufenden Ausschüttungen für Einkommensinvestoren, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich Renditeangaben regelmäßig durch Aktienkursbewegungen verändern.

Die Dividendenpolitik wird von Aviva plc im Rahmen der jährlichen Berichterstattung erläutert. In der Kommunikation zum Geschäftsjahr 2024 wurde betont, dass eine progressive Dividende angestrebt werde, die sich an der nachhaltigen Cash-Generierung orientiert. Gleichzeitig wurden zusätzliche Kapitalrückführungen durch Aktienrückkäufe in Aussicht gestellt, sofern überschüssiges Kapital über regulatorische Anforderungen hinaus vorhanden sei, wie aus den Ausführungen zum Kapitalmanagement hervorging, laut Aviva Investor Relations Stand 21.03.2025.

Aktienrückkäufe wirken sich tendenziell auf die Zahl der ausstehenden Aktien aus und können so das Ergebnis je Aktie stützen, sofern die Gewinne stabil bleiben oder wachsen. Zugleich signalisieren Rückkaufprogramme nach gängiger Interpretation, dass das Management den eigenen Aktienkurs als attraktiv bewertet oder keine renditestärkeren Investitionsmöglichkeiten sieht. Bei Versicherern wie Aviva plc ist allerdings die Einhaltung regulatorischer Kapitalquoten ein entscheidender Rahmen für den Umfang solcher Programme.

Für Anleger ist zudem relevant, dass die Dividenden von Aviva plc in britischem Pfund ausgeschüttet werden. Deutsche Investoren, die die Aktie etwa über Zweitnotierungen oder im Auslandshandel erwerben, müssen daher sowohl Währungsrisiken als auch mögliche Quellensteueraspekte berücksichtigen. Die effektive Ausschüttung in Euro kann sich abhängig vom Pfundkurs zum Zeitpunkt der Dividendenzahlung und von steuerlichen Rahmenbedingungen unterscheiden.

Finanzielle Kennzahlen aus jüngeren Berichtsperioden

Aviva plc veröffentlicht regelmäßig Halbjahres- und Jahreszahlen, in denen zentrale Kennzahlen wie Prämieneinnahmen, Betriebsergebnis, Combined Ratio im Schaden/Unfallbereich sowie Solvency-II-Quoten ausgewiesen werden. Im Zuge der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024, die im ersten Quartal 2025 präsentiert wurden, unterstrich das Management nach eigenen Angaben eine robuste Kapitalposition und Fortschritte bei der operativen Profitabilität, wie aus dem Jahresbericht 2024 hervorgeht, laut Aviva Ergebnisse 2024 Stand 21.03.2025.

Der Konzern berichtete für 2024 einen Anstieg der operativen Gewinne im Kerngeschäft, wobei insbesondere die Sparten Lebensversicherung und Altersvorsorge von anhaltender Nachfrage nach Pensions- und Rentenprodukten profitierten. Parallel dazu wurde im Schaden- und Unfallgeschäft ein Fokus auf preisdisziplinierte Zeichnung und Kostenkontrolle gelegt, um die Combined Ratio in einem aus Sicht der Branche attraktiven Bereich zu halten. Diese Kennzahl setzt Schadenaufwendungen und Verwaltungskosten ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen und gilt als zentrale Metrik zur Beurteilung der technischen Profitabilität.

Die Solvency-II-Quote, also das Verhältnis von vorhandenem zu erforderlichem regulatorischem Kapital, wurde im Bericht zum Geschäftsjahr 2024 als komfortabel oberhalb der internen Zielspanne ausgewiesen. Diese starke Kapitalausstattung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung von Dividenden- und Rückkaufprogrammen. Je höher die Überschusskapitalisierung, desto größer sind die potenziellen Spielräume für zusätzliche Ausschüttungen, sofern die Aufsichtsbehörden keine anderslautenden Vorgaben machen.

In Bezug auf die Cash-Generierung hebt Aviva plc nach eigenen Angaben die Entwicklung des sogenannten Operating Cash oder Free Cash Flow aus dem Versicherungsgeschäft hervor. Diese Kennzahl ist für die Beurteilung der Ausschüttungskapazität besonders wichtig, da Dividenden und Rückkäufe langfristig durch nachhaltig verfügbares Bargeld gedeckt sein sollten. Im Rahmen der Full-Year-2024-Kommunikation verwies das Management darauf, dass der Cash-Zufluss die Basis für das fortgesetzte Kapitalrückführungsprogramm bilde.

Zugleich weist der Konzern darauf hin, dass externe Faktoren wie Zinsentwicklung, Kapitalmarktvolatilität und Schadenereignisse die Ergebnissituation beeinflussen können. Steigende Zinsen wirken sich auf die Bewertung von Anleihenportfolios und die Diskontierung langfristiger Verpflichtungen aus, während Kapitalmarktschwankungen die eingebuchten Buchwerte und Renditen im Asset Management beeinflussen können. Große Schadenereignisse wie Naturkatastrophen oder außergewöhnliche Ereignisse im Kfz-Bereich können die Schadenquote in einzelnen Perioden merklich verändern.

Kapitalmanagement und strategische Ausrichtung

Das Kapitalmanagement von Aviva plc zielt nach Unternehmensangaben darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Wachstum, finanzieller Stabilität und Ausschüttungen zu halten. In strategischen Updates der vergangenen Jahre stellte der Konzern hervor, dass der Fokus auf wenigen Kernmärkten die Kapitalallokation effizienter machen soll. Nicht zum Kerngeschäft zählende Aktivitäten wurden sukzessive veräußert, um Mittel freizusetzen und die Bilanz zu vereinfachen, wie es in verschiedenen Transaktionsmeldungen zu Portfolioverkäufen beschrieben wurde, laut Aviva Newsroom Stand 2023-2025.

Die Strategie beinhaltet auch Investitionen in digitale Infrastruktur, Datenanalyse und Automatisierung. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Kostenbasis zu senken und gleichzeitig die Kundenerfahrung zu verbessern. Beispielsweise hat Aviva plc in den vergangenen Jahren den Einsatz digitaler Tools für Policenverwaltung und Schadenmeldungen ausgeweitet, sodass Kunden Vorgänge zunehmend online abwickeln können. Für den Konzern ergibt sich daraus die Perspektive, langfristig niedrigere Verwaltungsaufwendungen zu erzielen.

Zudem spielt Nachhaltigkeit eine wachsende Rolle. Aviva plc hat ESG-Ziele formuliert, etwa hinsichtlich der Dekarbonisierung der eigenen Kapitalanlagen und der Förderung nachhaltiger Produkte. In den Nachhaltigkeitsberichten betont der Konzern Bestrebungen, das Underwriting-Portfolio und die Investments in Einklang mit Klimazielen zu bringen und gleichzeitig transparent über Fortschritte zu berichten, wie aus den ESG-Veröffentlichungen hervorgeht, laut Aviva Nachhaltigkeit Stand 21.05.2026.

Strategisch bleibt der Heimatmarkt Großbritannien der wichtigste Anker, da dort ein großer Teil der Kundschaft und der Versichertenbestände liegt. Gleichzeitig sieht Aviva plc in Kanada und Irland Chancen, durch organisches Wachstum und Produktinnovationen Marktanteile zu sichern. Die Kombination aus entwickelten Märkten mit stabilen Regulierungsrahmen und wachsendem Bedarf an Altersvorsorgeprodukten bildet das Fundament der mittel- bis langfristigen Unternehmensplanung.

Kursentwicklung und Börsenumfeld

Die Aviva plc-Aktie ist im Leitindex FTSE 100 der Londoner Börse enthalten, in dem vor allem große britische Blue Chips vertreten sind. Der FTSE 100 selbst zeigte per 21.05.2026 einen Stand von rund 10.366 Punkten und lag damit etwa 0,75 Prozent höher als vor 24 Stunden, während sich die Jahresperformance auf rund 4,41 Prozent belief, laut wallstreet-online Stand 21.05.2026. Die Einbindung in einen vielbeachteten Index erleichtert institutionellen Investoren den Zugang über Indexfonds und ETFs.

Für die Aviva plc-Aktie selbst wird der Hauptumsatz an der London Stock Exchange in Pfund Sterling erzielt. Daneben existieren Handelsmöglichkeiten über Plattformen wie Tradegate in Deutschland, wo die Aktie in Euro handelbar ist. In einer Übersicht zu FTSE-100-Werten wurde Aviva plc etwa mit einem Kurs umgerechnet in Euro geführt, wodurch auch Privatanleger aus Deutschland über lokale Handelsplätze investieren können, laut Kursinformationen von Finanzportalen, unter anderem FinanzNachrichten.de Stand 20.05.2026.

Die Kursentwicklung der vergangenen Monate wurde von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter Zinsbewegungen in Großbritannien, der allgemeine Versicherungssektor sowie unternehmensspezifische Nachrichten zu Dividenden und Rückkaufprogrammen. Steigende Renditen am Anleihemarkt können Versicherer grundsätzlich bei der Neuanlage unterstützen, wirken sich jedoch gleichzeitig auf die Marktwerte bestehender Portfolios aus. Marktteilnehmer beobachten daher genau, wie sich die Nettoeffekte auf Kapitalquote und Ergebnis darstellen.

Volatilität kann bei Aviva plc auch dann zunehmen, wenn größere Kapitalmarkt- oder ESG-Themen aufkommen, etwa Debatten um den Umgang von Versicherern mit klimabezogenen Risiken oder regulatorische Änderungen in der Altersvorsorge. In solchen Phasen reagiert der Markt oftmals sensibel auf neue Informationen, und das Handelsvolumen im Titel kann spürbar anziehen. Für Anleger bedeutet dies, dass sowohl Unternehmensnachrichten als auch sektorweite Entwicklungen die Kursausschläge verstärken können.

Relevanz von Aviva plc für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger ist Aviva plc aus mehreren Gründen von Interesse. Zum einen ist die Aktie als dividendenstarker britischer Versicherungswert häufig in internationalen Dividenden- und Value-Strategien vertreten. Die hohe Ausschüttungsquote und die historische Dividendenkontinuität ziehen Anleger an, die regelmäßige Erträge bevorzugen. Zum anderen ermöglicht der Handel über Plattformen wie Tradegate oder über internationale Broker einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Titel in Euro.

Darüber hinaus wirkt sich die Geschäftsentwicklung von Aviva plc indirekt auf die deutsche Wirtschaft und hiesige Kapitalmärkte aus. Viele deutsche Fonds und Versicherer investieren einen Teil ihrer internationalen Allokation in britische Blue Chips, darunter auch Versicherer und Finanzwerte. Veränderungen in der Ertragslage oder Kapitalposition von Aviva plc können somit indirekt Portfolios deutscher Anleger berühren, wenn entsprechende Fonds den Titel halten.

Ein weiterer Aspekt liegt in der Rolle von Aviva plc als institutioneller Investor. Große Versicherungsgruppen investieren weltweit in Infrastrukturprojekte, Unternehmensanleihen und Immobilien, auch in Kontinentaleuropa. Damit beeinflussen sie Finanzierungsbedingungen und langfristige Investitionen, von denen auch Unternehmen in Deutschland profitieren können. Zwar ist der Schwerpunkt der Investments bei Aviva plc naturgemäß im eigenen Währungsraum, doch internationale Engagements gehören zum Kerngeschäft größerer Versicherer.

Nicht zuletzt kann Aviva plc für Anleger interessant sein, die gezielt im Sektor Versicherungen und Altersvorsorge diversifizieren möchten. Deutsche Versicherungsaktien bieten zwar eine direkte Heimatmarkt-Exponierung, doch ein Engagement in einem britischen Anbieter wie Aviva plc erweitert die regionale und regulatorische Diversifikation. Dies kann das Gesamtprofil eines Portfolios verbreitern, ist aber stets mit zusätzlichen Währungs- und Marktrisiken verbunden.

Risiken und strukturbedingte Unsicherheiten

Wie alle Versicherer sieht sich Aviva plc einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die die Ertragslage und die Kapitalausstattung beeinflussen können. Dazu zählen klassische versicherungstechnische Risiken, etwa hohe Schadenfrequenzen, Großschäden durch Naturkatastrophen oder Änderungen der Sterblichkeits- und Langlebigkeitsannahmen im Lebensversicherungsgeschäft. Solche Parameter wirken unmittelbar auf Rückstellungen und damit auf Ergebnisse und Kapitalquoten, wie in den Risikoberichten des Konzerns erläutert wird, laut Aviva Risikobericht Stand 21.03.2025.

Kapitalmarktrisiken stellen eine weitere wesentliche Einflussgröße dar. Schwankungen bei Zinsen, Spreads, Aktienkursen und Immobilienwerten können die Bilanz von Versicherern erheblich bewegen. Eine Phase stark steigender Zinsen könnte beispielsweise zu Bewertungsverlusten in festverzinslichen Portfolios führen, während anhaltend niedrige Zinsen die Erwirtschaftung garantierter Verzinsungen erschweren. Aviva plc steuert diese Risiken über Asset-Liability-Management, Diversifikation und Absicherungsstrategien.

Regulatorische Veränderungen gehören ebenfalls zu den relevanten Risikofeldern. Anpassungen bei Solvency-II-Vorschriften, Änderungen in der Besteuerung von Versicherungsprodukten oder Reformen in der Altersvorsorge können die Attraktivität bestimmter Produkte verändern und Investitionsentscheidungen beeinflussen. Der britische Markt steht zudem seit dem Brexit in einem eigenständigen regulatorischen Kontext, was zusätzliche Unsicherheiten für internationale Anleger mit sich bringt.

Hinzu kommen operationelle Risiken wie IT-Ausfälle, Cyberangriffe oder Fehler in Geschäftsprozessen. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung des Versicherungs- und Asset-Management-Geschäfts liegt ein Schwerpunkt darauf, IT-Systeme zu modernisieren und Sicherheitsstandards kontinuierlich zu erhöhen. Aviva plc verweist in seinen Publikationen auf Investitionen in Resilienz und Informationssicherheit, um die Risiken von Unterbrechungen im operativen Betrieb zu begrenzen.

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Fazit

Aviva plc präsentiert sich als fokussierter Versicherungs- und Altersvorsorgekonzern mit Schwerpunkt auf Großbritannien, Irland und Kanada. Wiederkehrende Prämien, eine etablierte Position in der Lebens- und Sachversicherung sowie ein ergänzendes Asset-Management-Geschäft prägen das Geschäftsmodell. Die Kombination aus solider Kapitalausstattung, betonter Dividendenpolitik und ergänzenden Aktienrückkäufen macht den Titel für renditeorientierte Anleger besonders interessant.

Gleichzeitig bleibt Aviva plc den typischen Risiken der Branche ausgesetzt, angefangen bei versicherungstechnischen Unsicherheiten über Kapitalmarktschwankungen bis hin zu regulatorischen Änderungen. Für deutsche Anleger kommen zusätzlich Währungsaspekte hinzu, da Dividenden in Pfund ausgeschüttet werden und der Hauptbörsenplatz in London liegt. Wer die Aktie beobachtet, dürfte daher neben den unternehmensspezifischen Kennzahlen vor allem die Zinsentwicklung, die Solvency-II-Quote und die künftige Ausgestaltung der Kapitalrückführungsstrategie im Auge behalten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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