Aviva: 59 Prozent Sprung im Privatkundengeschäft
15.05.2026 - 05:53:36 | boerse-global.deAviva meldet für das erste Quartal 2026 einen deutlichen Wachstumsschub. Vor allem die Integration des Zukaufs Direct Line treibt das Geschäft mit Privatkunden massiv an. Parallel dazu profitiert der britische Versicherer von einer hohen Dynamik im Vermögensmanagement.
Direct Line beflügelt das Versicherungsgeschäft
Die Prämieneinnahmen in der Sachversicherung stiegen um 19 Prozent auf 3,4 Milliarden Pfund. Besonders im Heimatmarkt Großbritannien und Irland legte Aviva kräftig zu. Hier kletterten die Prämien um 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund. Die Übernahme von Direct Line zahlte sich dabei unmittelbar aus. Im Privatkundengeschäft sprangen die Prämien um 59 Prozent nach oben.
CEO Amanda Blanc sieht die Integration auf Kurs. Bis zum Jahresende erwartet das Management Synergien von mehr als 350 Millionen Pfund. Parallel dazu verbesserte sich die Profitabilität messbar. Die Schaden-Kosten-Quote sank auf 94,1 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 96,6 Prozent.
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Dynamik im Vermögensmanagement
Das Wealth-Segment verzeichnete einen Anstieg der Nettomittelzuflüsse um 49 Prozent auf 3,3 Milliarden Pfund. Vor allem betriebliche Rentenpläne waren gefragt. In diesem Bereich schossen die Zuflüsse um 71 Prozent in die Höhe. Auch die Beraterplattformen meldeten mit 1,6 Milliarden Pfund ein deutliches Plus.
Die Kapitalquote Solvency II sank derweil von 180 auf 171 Prozent. Dieser Rückgang resultiert primär aus einer Dividendenzahlung von 800 Millionen Pfund. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 350 Millionen Pfund. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 7,23 Euro. Damit liegt der Kurs knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 7,33 Euro.
Für den Zeitraum bis 2028 hält Aviva an ehrgeizigen Zielen fest. Der Gewinn je Aktie soll jährlich um elf Prozent steigen. Während das Geschäft mit Rentenversicherungen im ersten Quartal auf 0,6 Milliarden Pfund schrumpfte, priorisiert das Management weiterhin die Preisdisziplin. Bis 2028 plant der Konzern einen Cash-Transfer von insgesamt über sieben Milliarden Pfund an die Holding.
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