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Europa Schluss: Anleger wagen sich nach Kursschwäche wieder vor

30.04.2026 - 18:31:39 | dpa.de

Auf die jüngste Schwäche an den europäischen Börsen haben Anleger am Donnerstag mit Käufen auf niedrigerem Niveau reagiert.

Die Stabilisierung ging mit einer leichten Entspannung bei den Energiepreisen einher. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145, der zuletzt acht Handelstage in Folge gesunken war, stieg um 1,12 Prozent und schloss mit 5.881,51 Punkten.

Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) entsprach weitgehend den Erwartungen und bewegte die Aktienmärkte kaum. Die EZB hält die Leitzinsen im Euroraum trotz des Inflationsschubs infolge des Iran-Kriegs unverändert. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent. Damit tasten die Euro-Währungshüter zum siebten Mal in Folge die Zinsen im Euroraum nicht an.

Außerhalb des Währungsraums stieg der britische FTSE 100 GB0001383545 dank der Gewinne bei Öl- und Rohstoffaktien um 1,62 Prozent auf 10.378,82 Punkte. Der schweizerische SMI CH0009980894 legte um 0,80 Prozent auf 13.136,27 Zähler zu.

Mit Blick auf die Sektoren gaben Geschäftszahlen den Takt vor. Banken litten unter den mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen aus Frankreich. So sanken BNP Paribas FR0000131104 um 1,4 Prozent. Noch stärker nach unten ging es mit Societe Generale FR0000130809 und Credit Agricole FR0000045072, die jeweils um mehr als drei Prozent fielen.

Etwas besser sah es bei den Bankwerten anderer Länder aus. So legten BBVA ES0113211835 um 1,8 Prozent zu und ING NL0011821202 um 3,7 Prozent. Bei den Niederländern lobten die Analysten von Jefferies den Nettogewinn. Zu BBVA merkten die Experten von JPMorgan an, dass die Zahlen besser als erwartet ausgefallen seien, wobei die Hürde allerdings niedrig gewesen sei.

Unter den vergleichsweise schwachen Autowerten sackten Stellantis NL00150001Q9 um 6,4 Prozent ab. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen schmalen Gewinn eingefahren. An der Börse kam dies schlecht an. Die Analysten von UBS sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk.

Michelin FR0000121261 gaben nach Umsatzzahlen um ein Prozent nach. Der Reifenhersteller habe die Erwartungen zwar erfüllt und trotz des zunehmend schwierigen Umfelds die Jahresziele bestätigt, schrieb Barclays-Analyst Erwann Dagorne. Er sieht aber Risiken für die Markterwartungen an das laufende und das kommende Jahr.

Leichte Zuwächse verzeichneten dagegen ArcelorMittal LU1598757687. Die Analysten von Barclays hoben den höher als erwartet ausgefallenen operativen Gewinn des Stahlkonzerns hervor.

Die ebenfalls gefragte Lebensmittelwerte profitierten vom Anstieg von Unilever GB00B10RZP78. Die Aktie gewann 2,0 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hatte zum Jahresstart besser abgeschnitten als gedacht.

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