AST SpaceMobile Aktie: Deutsche Bank senkt auf 106 Dollar
02.06.2026 - 10:54:03 | boerse-global.deDer Höhenflug von AST SpaceMobile ist erst einmal gestoppt. Die Aktie des Satellitenunternehmens steht massiv unter Druck – ausgelöst durch eine Herabstufung und die allgemeine Abkühlung im Raumfahrtsektor. Am Montag fiel der Kurs um 6,50 Prozent auf 106,04 US-Dollar. Derzeit notiert das Papier bei 93,00 Euro, rund 18,6 Prozent unter dem Rekordhoch von 114,20 Euro, das Ende Mai erreicht wurde.
Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf fast zehn Prozent. Die Luft wird dünner.
Deutsche Bank bremst die Euphorie
Den unmittelbaren Auslöser lieferte die Deutsche Bank. Analyst Bryan Kraft stufte die Aktie von „Kaufen" auf „Halten" ab. Das Kursziel senkte er von 117 auf 106 US-Dollar – exakt dort, wo die Aktie am Montag schloss. Zuvor hatte das Papier Anfang der Woche noch bei 114,20 Euro ein neues Jahreshoch markiert.
Die technischen Indikatoren hatten die Überhitzung bereits signalisiert. Der RSI lag bei 63,5 – nicht mehr überkauft, aber der Kurs selbst notierte lange weit über seinen gleitenden Durchschnitten. Der Run auf Raumfahrtaktien war schlicht zu schnell gekommen.
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Das fundamentale Problem: AST SpaceMobile wird mit dem 260-Fachen des prognostizierten Umsatzes für 2026 bewertet. Ein Multiple, das selbst für Wachstumstitel extrem ist. Viele Anleger fragen sich inzwischen, ob diese Fantasie noch tragfähig ist.
SpaceX-IPO saugt die Luft aus dem Raum
Es sind nicht nur die eigenen Kennzahlen, die belasten. Der gesamte Raumfahrtsektor erlebte am Montag einen Ausverkauf. Redwire und Rocket Lab verbuchten ebenfalls deutliche Verluste.
Der Grund: der bevorstehende Börsengang von SpaceX Mitte Juni. Bewertungen von bis zu zwei Billionen Dollar werden diskutiert – ein Ereignis von historischem Ausmaß. Doch für die kleineren Raumfahrt-Titel wirkt die SpaceX-IPO derzeit wie ein Sog. Investoren rotieren Kapital, sichern Gewinne, warten auf die neue Benchmark. Die Vorfreude auf den Branchenriesen lähmt die Zweitligisten.
Operativ bleibt es ambitioniert
An den Plänen von AST SpaceMobile ändert der Kursrutsch nichts. Das Unternehmen will bis Ende 2026 insgesamt 45 Satelliten ins All bringen. Monatliche Starts sind geplant. Die Vision vom direkten Satellitenfunk für Mobiltelefone bleibt intakt.
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Dennoch gibt es Signale aus dem Innenleben: Präsident Scott Wisniewski verkaufte Ende Mai knapp 26.000 Aktien. Ein weiterer Insider-Verkauf in diesem Jahr. Das muss kein Alarmzeichen sein – Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau sind üblich. Unbeobachtet bleibt es nicht.
Der nächste große Termin ist der Quartalsbericht im August. Dann wird sich zeigen, ob AST SpaceMobile erste substanzielle Umsätze aus der Satelliten-Konnektivität generieren kann. Die Bewertung verlangt danach.
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