Apple zwingt iPhone-Nutzer zu umstrittenem iOS-Update
22.01.2026 - 09:39:12Apple erhöht den Druck auf Millionen iPhone-Besitzer. Wegen kritischer Sicherheitslücken müssen Nutzer neuerer Modelle zwingend auf iOS 26.2 aktualisieren. Wer bei der alten Version iOS 18 bleibt, bleibt ungeschützt.
Auslöser sind zwei gravierende Sicherheitslücken in WebKit, der Browser-Engine aller iPhone-Apps. Es handelt sich um sogenannte Zero-Day-Exploits – die Schwachstellen wurden bereits aktiv ausgenutzt, bevor Apple sie schließen konnte. Die Angriffe nutzen kommerzielle Spionagesoftware. Schon der Besuch einer manipulierten Webseite kann die volle Kontrolle über das Gerät erlangen.
Technik-Begriffe wie „WebKit“, „Zero-Day“ oder „iOS 26“ klingen oft kompliziert – gerade jetzt, wo Sicherheitsupdates so wichtig sind. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe in einfachen Worten, inklusive Aussprachehilfen und kurzen, praxisnahen Erklärungen. So verstehen Sie Warnhinweise und Update‑Meldungen schneller und können sichere Entscheidungen für Ihr Gerät treffen. iPhone-Lexikon jetzt gratis als PDF herunterladen
Die „Zwei-Klassen“-Update-Politik
Apple geht diesmal ungewöhnlich aggressiv vor und spaltet seine Nutzerbasis:
- Für ältere Modelle (iPhone XS, XR): Sie erhalten das Sicherheitsupdate iOS 18.7.3 und bleiben auf der gewohnten Oberfläche geschützt.
- Für neuere Modelle (ab iPhone 11): Für sie steht iOS 18.7.3 nicht zur Verfügung. Besitzer eines iPhone 11 bis 16 müssen zwingend auf iOS 26.2 wechseln.
Diese Entscheidung stellt Nutzer vor ein Dilemma: das optisch umstrittene neue System oder ein unsicheres Gerät.
Widerstand gegen das „Liquid Glass“-Design
Der Zwang zum Update dürfte an der schleppenden Verbreitung von iOS 26 liegen. Das im September 2025 eingeführte System mit seiner neuen „Liquid Glass“-Designsprache stößt auf Widerstand. Daten zeigen eine ungewöhnlich niedrige Akzeptanz: Nur etwa 18 Prozent der aktiven iPhones nutzen aktuell iOS 26. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr war der Vorgänger iOS 18 bereits auf über 77 Prozent der Geräte installiert.
Nutzer kritisieren in Foren die veränderte Ästhetik und Bedienung. Doch Sicherheitsexperten warnen: Ästhetische Vorlieben sollten nicht über den Geräteschutz gestellt werden.
Das bietet iOS 26.2 neben dem Schutz
Neben den kritischen Sicherheitspatches bringt das Update auch neue Funktionen:
- Anpassbarer Sperrbildschirm: Nutzer können die Transparenz der „Liquid Glass“-Uhr nun per Schieberegler individuell einstellen – ein Zugeständnis an die Kritik.
- Offline-Lyrics: Liedtexte in Apple Music funktionieren auch ohne Internet.
- Visuelle Benachrichtigungen: Eine neue Barrierefreiheits-Funktion lässt den gesamten Bildschirm aufblitzen.
- Erweiterte Podcast-Funktionen: Mit automatischen Kapitelmarken und Verlinkungen.
Was Nutzer jetzt tun müssen
Die einhellige Empfehlung lautet: Update sofort installieren. Das Risiko durch die aktiven Exploits wiegt schwerer als die Umgewöhnung.
Nutzer sollten unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate prüfen, ob iOS 26.2 bereitsteht. Bei Problemen empfiehlt Apple einen Neustart des Geräts, um den Update-Prozess neu zu starten. Für die meisten iPhone-Besitzer bleibt iOS 26.2 derzeit die einzige sichere Option.


