Apple Watch Ultra: Kein MicroLED-Display vor 2026
16.01.2026 - 22:04:12Die Revolution am Handgelenk lässt weiter auf sich warten. Die hochgelobte MicroLED-Technologie wird auch 2026 nicht im Apple Watch Ultra erscheinen.
Neue Analysen bestätigen: Apple hat seinen ambitionierten Plan, die Apple Watch mit selbstleuchtenden MicroLED-Bildschirmen auszustatten, nicht wiederbelebt. Das Projekt liegt nach seiner spektakulären Stornierung 2024 auf Eis. Stattdessen setzt der Konzern weiter auf die Optimierung der etablierten OLED-Technologie für seine Smartwatches, darunter das kommende Apple Watch Series 12. Der Fokus liegt auf schrittweisen Verbesserungen bei Helligkeit und Effizienz – nicht auf dem technologischen Quantensprung.
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Warum MicroLED eine zu hohe Hürde bleibt
Der Traum von brillanteren, stromsparenden Displays scheiterte an der harten Realität der Produktion. Die Entscheidung von 2024 war wirtschaftlich erzwungen: Die Herstellung eines MicroLED-Displays für die Uhr kostete mit geschätzt 85 US-Dollar mehr als das Doppelte einer hochwertigen OLED-Anzeige. Der Schlüsselprozess des „Mass Transfer“, bei dem mikroskopisch kleine LEDs präzise platziert werden müssen, erreichte nie die nötigen Ausbeuten.
Gleichzeitig holte die konkurrierende OLED-Technologie stetig auf. Für Apple schrumpfte der Mehrwert der teuren Neuentwicklung. Das Unternehmen hatte zuvor fast ein Jahrzehnt und schätzungsweise 2,6 Milliarden US-Dollar in die Forschung investiert, angefangen mit der Übernahme des Start-ups Luxvue 2014.
Ein Milliardengrab für die Zulieferer
Die abrupte Kehrtwende Apples ließ Partner mit immensen Investitionen zurück. Die finanziellen Folgen waren branchenweit spürbar.
Der österreichische Chip-Spezialist ams-OSRAM, exklusiver Lieferant für die MicroLED-Chips, traf es besonders hart. Das Unternehmen hatte gerade eine über eine Milliarde Dollar teure Fabrik in Malaysia für das Projekt fertiggestellt und musste anschließend Wertminderungen von bis zu 900 Millionen Euro verbuchen.
Auch der südkoreanische Display-Riese LG Display, zuständig für die Hintergrundbeleuchtung, soll Entschädigung für seine Investitionen in Maschinen und Personal gefordert haben. Weitere Firmen in der Lieferkette meldeten erhebliche Verluste. Die Episode zeigt die Abhängigkeit der Zulieferindustrie von den Roadmaps Tech-Giganten.
Wohin geht die Reise jetzt?
Die Vorteile von MicroLED bleiben theoretisch verlockend: höhere Helligkeit, bessere Farben, keine Einbrenneffekte und deutlich geringerer Stromverbrauch. Für eine Smartwatch verspricht das längere Laufzeit und beste Ablesbarkeit auch in praller Sonne.
Doch die Entwicklungsschwerpunkte haben sich verlagert. Während Apples internes Projekt eingefroren ist, treiben nun vor allem Hersteller in Taiwan und China die MicroLED-Fertigung voran.
Für Nutzer bedeutet das: Die nächste Generation der Apple Watch Ultra wird wohl mit verbesserten OLED-Displays und möglichen neuen Gesundheits-Sensoren aufwarten. Die Ära des MicroLED-Displays am Handgelenk beginnt frühestens in ferner Zukunft. Die einstmals als unmittelbar bevorstehend gepriesene Revolution ist auf unbestimmte Zeit vertagt.
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