Apple warnt vor Spionage-Toolkit Coruna
08.03.2026 - 00:00:04 | boerse-global.deiPhone-Nutzer sehen sich mit einer massiven Sicherheitsbedrohung konfrontiert. Ein hochgefährliches Spionage-Toolkit namens „Coruna“ zielt auf ältere iOS-Versionen ab – und hat bereits Zehntausende Geräte infiziert. Apple reagierte mit einem dringenden Update.
Wie das Coruna-Toolkit Geräte kapert
Die Gefahr lauert auf präparierten Webseiten. Besuchen Nutzer eine solche Seite, kann das Toolkit ihr iPhone lautlos übernehmen. Es nutzt dafür eine Kette von 23 Schwachstellen in iOS. Die sogenannten „Watering Hole“-Angriffe erfordern keinen Klick und keinen Download.
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Besonders anfällig sind Geräte mit iOS-Versionen 13 bis 17.2.1. Die Sicherheitsforscher von Google und iVerify schätzen, dass bereits rund 42.000 Geräte infiziert wurden. Die Angreifer verfügen über eine englische Dokumentation, was die massenhafte Nutzung erleichtert.
Vom Geheimdienst zum Kriminellen
Das Besondere an Coruna ist seine Herkunft. Analysen deuten darauf hin, dass es ursprünglich von einem kommerziellen Anbieter für staatliche Überwachung entwickelt wurde. Nun ist es in die Hände von Cyberkriminellen gelangt.
Russische Spionagegruppen setzten es gegen ukrainische Ziele ein. Kurz darauf nutzten es chinesische Betrüger für Diebstähle von Kryptowährungen. Experten sprechen von einem Wendepunkt: Erstmals nutzen kriminelle Gruppen im großen Stil Werkzeuge, die vermutlich ein Nationalstaat entwickelte.
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Apples Notfall-Update: iOS 26.3.1
Als direkte Reaktion veröffentlichte Apple am 4. März das Update iOS 26.3.1. Es baut auf dem großen Sicherheitspaket iOS 26.3 auf, das 29 Schwachstellen schloss. Darunter war ein kritischer Zero-Day-Exploit (CVE-2026-20700), der bereits in gezielten Angriffen ausgenutzt wurde.
Für ältere iPhones, die iOS 26 nicht mehr unterstützen, stellt Apple parallel Updates wie iOS 18.7.6 bereit. Die Botschaft ist klar: Nur eine sofortige Installation schützt zuverlässig.
Lockdown-Modus als letzte Verteidigung
Für besonders gefährdete Personen wie Journalisten oder Aktivisten wird der „Lockdown Mode“ immer wichtiger. Dieser Modus schränkt viele Funktionen ein, verkleinert aber die Angriffsfläche für Spionagesoftware drastisch.
Für den Durchschnittsnutzer bleibt das zeitnahe Update die wichtigste Verteidigung. Der Fall Coruna zeigt: Die Zeiten, in denen solche Angriffe nur Geheimdiensten vorbehalten waren, sind vorbei. Die Cyberwaffen der Staaten sind jetzt auf dem Schwarzmarkt.
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