Apple, Vision

Apple Vision Pro: YouTube-App und neue Streaming-Technik treiben Plattform voran

17.02.2026 - 15:33:12 | boerse-global.de

Apple erweitert seine Mixed-Reality-Brille mit einer nativen YouTube-App und einer kabellosen High-End-VR-Streaming-Technologie, um das Plattform-Ökosystem zu stärken.

Apple schließt mit einer Doppel-Offensive zwei der größten Lücken seiner Mixed-Reality-Brille Vision Pro. Eine native YouTube-App und eine neue Streaming-Technik für High-End-VR könnten das Ökosystem endlich zum Erblühen bringen.

Die Updates kommen zur rechten Zeit. Die Brille ist mittlerweile im dritten Jahr auf dem Markt und Berichte deuten darauf hin, dass sich das Ökosystem nun um die kürzlich erschienenen, mit dem M5-Chip ausgestatteten Modelle herum konsolidiert.

visionOS 26.4 erlaubt kabelloses High-End-VR

Am Montag veröffentlichte Apple die erste Entwickler-Beta von visionOS 26.4. Der Punkt-Release enthält weit mehr als nur Stabilitätsverbesserungen. Im Kern steht ein neues „Foveated Streaming“-Framework, das für die Integration mit NVIDIA CloudXR ausgelegt ist.

Die Technologie nutzt die präzise Blickverfolgung der Brille. Nur der Bereich, den der Nutzer direkt ansieht, wird in hoher Auflösung gerendert. Die peripheren Bereiche werden stark komprimiert übertragen. Das senkt die Latenz und den benötigten Datenstrom drastisch.

Für Nutzer und Entwickler öffnet das Tür und Tor. Komplexe PC-VR-Spiele oder aufwendige Industrie-Visualisierungen können nun von einem leistungsstarken Remote-Server oder PC gestreamt und kabellos auf dem eigenständigen Vision Pro genutzt werden. Damit greift Apple direkt den etablierten, kabelgebundenen PC-VR-Headsets Marktanteile ab.

Offizielle YouTube-App beendet zweijährige Durststrecke

Fast zeitgleich beendete Google seine lange Abstinenz. Eine offizielle YouTube-App für visionOS erschien Ende letzter Woche im App Store. Nutzer mussten zuvor über den Safari-Browser oder inzwischen verschwundene Drittanbieter-Apps auf die Videoplattform zugreifen.

Die App ist keine einfache iPad-Portierung, sondern eine native visionOS-Anwendung. Ein eigener „Spatial“-Tab bündelt 3D-, VR180- und 360-Grad-Videos und zeigt sie auf einer virtuellen Leinwand in Kinogröße. Die App nutzt die volle Hardware-Kraft der M5-Modelle und unterstützt sogar 8K-Wiedergabe für kompatibles Material.

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Die Rückkehr Googles wird als wichtiges Vertrauensvotum für die Plattform gewertet. Nach anfänglicher Skepsis zum Launch 2024 signalisiert der Suchriese damit: Die Nutzerbasis der Vision Pro ist zu relevant, um sie weiter zu ignorieren.

M5-Hardware als entscheidender Enabler

Die Software-Updates sind kein Zufall. Sie fallen mit der breiten Verfügbarkeit der zweiten Vision Pro-Generation zusammen, die von Apples M5-Silizium angetrieben wird. Dieser Chip ist der Schlüssel für die neuen Funktionen.

Die verbesserte Medien-Engine und die Rechenkraft des M5 sind Voraussetzung für die anspruchsvolle 8K-Decodierung und die Echtzeit-Verarbeitung des Foveated Streamings. Die neue Hardware bietet die nötige Performance- und thermische Reserve, um diese Features ohne Kompromisse bei Akkulaufzeit oder Tragekomfort zu ermöglichen.

Wettbewerbsdruck treibt Innovation

Der Zeitpunkt der Ankündigungen ist strategisch. Der Wettbewerb im XR-Markt (Extended Reality) verschärft sich durch Gerüchte um ein Samsung Galaxy XR-Headset und Googles wiedererwachtes Interesse an der Sparte.

Mit der Streaming-Lösung positioniert sich Apple klar gegen kabelgebundene High-End-Headsets. Gleichzeitig schließt die YouTube-App die schmerzhafteste Content-Lücke. Die Kombination aus erstklassiger Hardware, leistungsfähiger neuer Software und lang ersehnten Inhalten könnte 2026 zum Wendepunkt für die Vision Pro werden. Das Jahr der Software-Reife für Apples ambitioniertes Spatial-Computing-Projekt hat begonnen.

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