Apple Vision Pro: Luxus-Headset stößt an Grenzen, KI-Brille soll es richten
12.01.2026 - 08:30:12Apple zieht sich vom teuren Vision Pro-Headset zurück und setzt stattdessen auf erschwingliche KI-Brillen. Der Strategiewechsel offenbart die Schwierigkeiten, mit futuristischer Hardware den Massenmarkt zu erobern.
Seit dem Start 2024 hat das Premium-Headset Apple Vision Pro nicht die erhoffte Verbreitung gefunden. Das zeigen aktuelle Branchenanalysen. Obwohl Apple keine offiziellen Verkaufszahlen nennt, schätzt die Marktforschungsgruppe IDC, dass im wichtigen Weihnachtsgeschäft 2025 nur etwa 45.000 Einheiten über die Ladentheke gingen. Seit dem Debüt sollen insgesamt rund 390.000 Geräte verkauft worden sein – eine enttäuschende Bilanz für ein Produkt, das eine neue Ära des „spatial computing“ einläuten sollte.
Die Reaktion des Konzerns fiel deutlich aus: Bereits Anfang 2025 stoppte der Hauptzulieferer Luxshare die Produktion. Parallel strich Apple die Werbebudgets für das Headset in Schlüsselmärkten wie den USA und Großbritannien um über 95 Prozent zusammen. Diese radikale Zurückhaltung im Marketing markiert einen Bruch mit der sonst so aggressiven Vermarktung neuer Produktkategorien durch den iPhone-Hersteller.
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Hoher Preis und praktische Hürden bremsen Durchbruch
Warum fand das technisch beeindruckende Headset so wenige Abnehmer? Analysten sehen mehrere Gründe. Die größte Hürde ist der Preis von 3.499 US-Dollar (umgerechnet über 3.200 Euro). Damit bleibt das Vision Pro ein Luxusobjekt für Technik-Enthusiasten und Profis, nicht aber ein Massenprodukt.
Dazu kommen praktische Einschränkungen: Viele Nutzer monieren das hohe Gewicht, den unbequemen Sitz bei längerer Tragedauer und die begrenzte Akkulaufzeit. Ein klassisches Henne-Ei-Problem tut sein Übriges: Es gibt zu wenige Nutzer, um Entwickler massenhaft anzulocken, und zu wenige überzeugende Apps, um neue Käufer zu gewinnen. Zwar listet Apple rund 3.000 spezielle visionOS-Apps, doch das ist ein Bruchteil des Booms, den der App Store einst auslöste.
Strategiewechsel: KI-Brille soll den Massenmarkt erobern
Während das Vision Pro in der Nische verharrt, arbeitet Apple offenbar fieberhaft an einem neuen Ansatz: Leichten, KI-gesteuerten Smart Glasses. Dieses unter dem Codenamen „Apple Glasses“ bekannte Produkt könnte bereits 2026 vorgestellt werden und wäre ein fundamental anderer Ansatz.
Statt immersiver Virtual Reality soll die Brille praktische, KI-gestützte Assistenz in einer normale n Brillenform bieten. Sie würde eher als Zubehör zum iPhone fungieren denn als eigenständige Computerplattform. Erwartet werden integrierte Kameras für visuelle Erkennung, Lautsprecher für Audio-Feedback und eine tiefe Integration mit einer verbesserten, kontextbewussten Siri. Entscheidend: Der Preis soll deutlich unter 1.000 US-Dollar liegen, um breite Käuferschichten anzusprechen. Eine Vorstellung auf der WWDC 2026 gilt als wahrscheinlich.
Branche unter Druck: Auch Meta drosselt Marketing
Apples Kurskorrektur erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld. Der globale VR-Headset-Markt schrumpft laut Counterpoint Research aktuell um geschätzte 14 Prozent per Jahr. Selbst Marktführer Meta, der mit seinen günstigeren Quest-Headsets rund 80 Prozent des Marktes beherrscht, hat sein Marketing zurückgefahren. Das deutet auf mangelnden Schwung in der gesamten Kategorie hin.
Die Parallelen zu vergangenen Tech-Experimenten wie Google Glass sind offensichtlich. Sie zeigen: Selbst eine starke Marke und ausgefeilte Technologie scheitern, wenn der Preis zu hoch ist und der praktische Nutzen für den Alltag nicht überzeugt. Apples neuer Zwei-Wege-Plan erscheint da pragmatisch: Das Vision Pro bleibt Nischenprodukt für Entwickler und Profis, während die KI-Brille den Massenmarkt erobern soll.
Was kommt als nächstes?
Das Vision Pro wird nicht eingestellt. Apple hat bereits ein aktualisiertes Modell mit dem leistungsstärkeren M5-Chip und verbessertem Tragekomfort auf den Markt gebracht. Es wird sich wohl zum Spezialwerkzeug für bestimmte Berufsgruppen und zur Entwicklerplattform weiterentwickeln. Gerüchte über ein günstigeres „Vision Air“-Modell halten sich ebenfalls.
Doch die unmittelbare Hoffnung auf den nächsten großen Wurf nach dem iPhone ruht nun auf den KI-Brillen. Gelingt der Start 2026 oder 2027, könnte Apple endlich den ersehnten Blockbuster landen – und seine Stärken in KI, Hardware-Integration und Ökosystem ausspielen. Die Tech-Welt wartet gespannt, ob die zweite Vision für die Zukunft am Kopf mehr Erfolg hat als die erste.
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