Apple verschiebt Siri-Revolution erneut
12.02.2026 - 15:13:12Die angekündigte KI-Revolution für Apples Sprachassistentin Siri verzögert sich erneut. Grund sind gravierende technische Probleme bei der Integration von Googles Gemini-Modellen.
Zweiter Rückschlag für Siri-Überholung
Eigentlich sollte die mit künstlicher Intelligenz aufgerüstete Siri bereits im Frühjahr 2026 erscheinen. Doch interne Tests offenbarten schwerwiegende Mängel, wie Branchenmedien berichten. Statt eines großen Updates im März wird Apple die neuen Funktionen nun etappenweise bis spät ins Jahr einführen.
Der Aufschub betrifft den Kern der Modernisierung: die sogenannte „Gehirn-Transplantation“ für Siri. Diese soll dem Assistenten erstmals echtes Kontextverständnis und tiefe Integration in Drittanbieter-Apps ermöglichen. Anstatt im Update iOS 26.4 kommt diese Schlüsselfunktion frühestens im Mai mit Version 26.5 – oder sogar erst im Herbst mit iOS 27.
Für Anleger ist die Nachricht ein Dämpfer. Die Apple-Aktie verlor nach Bekanntwerden der Verzögerung etwa 1,2 Prozent an Wert. Es ist bereits der zweite deutliche Aufschub für das Projekt, das erstmals 2025 angekündigt wurde.
Technische Hürden bremsen den Fortschritt
Was genau läuft schief? Interner Beta-Tests zufolge erwies sich die neue Siri als „träge“ und fehleranfällig. Die Performance erreichte nicht die hohen Qualitätsstandards des Konzerns.
Konkret monieren die Tester:
* Lange Wartezeiten: Die KI-Modelle benötigen zu viel Zeit zur Verarbeitung, was unnatürliche Pausen im Dialog erzeugt.
* Komplexe Anfragen: Mehrstufige Nutzerbefehle werden nicht zuverlässig verstanden.
* Abbruch-Fehler: Bei schnellem Sprechen bricht Siri den Nutzer vorzeitig ab.
* Halluzinationen: Die Fehlerrate, bei der die KI falsche Informationen als korrekt ausgibt, ist für ein Consumer-Produkt zu hoch.
Apple priorisiert daher Stabilität vor Geschwindigkeit. Die Verantwortlichen strichen die Features vom Frühjahrs-Release, um einen „verbuggten Launch“ zu vermeiden – eine Strategie, die zum vorsichtigen Software-Ansatz des Unternehmens passt.
Hybrid-Architektur „Linwood“ als Stolperstein
Die Verzögerung unterstreicht die Komplexität von Apples neuem KI-Kurs. Seit Januar 2026 ist bekannt, dass die nächste Siri-Generation auf der „Linwood“-Architektur basieren soll. Diese kombiniert Googles Gemini-Modelle in der Cloud mit Apples eigener On-Device-KI für datenschutzkritische Aufgaben.
Genau diese Hybrid-Lösung bereitet offenbar Probleme. Die nahtlose Verschmelzung von lokaler und cloudbasierter Verarbeitung gestaltet sich schwieriger als erwartet. Die Architektur soll Siri zwar konversationsfähiger und kontextbewusster machen – die aktuelle Version erreicht aber noch nicht die nötige Reife für die Öffentlichkeit.
Wettbewerbsdruck wächst, Ausblick trübt sich
Die Verzögerung setzt Apple unter Zugzwang. Während der Konzern kämpft, ziehen Wettbewerber mit immer leistungsfähigeren KI-Assistenten davon. Der Druck, ein überzeugendes Produkt zu liefern, wächst stetig.
Branchenbeobachter wie Deepwater Asset Management sehen den Aufschub dennoch kritisch, aber strategisch sinnvoll. Ein vorzeitiger Launch mangelhafter Software würde dem Markenimage langfristig mehr schaden. Investoren müssten sich darauf einstellen, dass der erwartete „Intelligenz-Superzyklus“ für Apple erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 Fahrt aufnehme.
Für Nutzer bedeutet das: Das Frühjahrsupdate fällt ruhiger aus. Die vollständige Siri-Vision mit komplexen Workflows und tiefem Kontextverständnis wird wohl erst auf der WWDC-Entwicklerkonferenz im Juni im Detail vorgestellt. Eine öffentliche Veröffentlichung ist dann im Herbst zusammen mit dem iPhone 18 zu erwarten.
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Apple selbst hat sich zu den Berichten über den Aufschub nicht offiziell geäußert. Dass die Features in den aktuellen Developer-Betas von iOS 26.4 fehlen, spricht jedoch eine deutliche Sprache. Der Zeitplan hat sich verschoben.
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