Apple, KI-Revolution

Apple verschiebt KI-Revolution für Siri

13.02.2026 - 01:03:11

Apples geplante KI-Offensive für Siri wird verschoben. Grund sind massive Performance-Mängel in internen Tests, die einen gestaffelten Rollout bis zum Herbst 2026 erzwingen.

Die angekündigte KI-Überholung von Apples Sprachassistentin Siri verzögert sich erneut. Grund sind gravierende Probleme in internen Tests, die eine Verschiebung zentraler Funktionen erzwingen.

Cupertino – Der hochgelobte Umbau von Siri mit generativer KI kommt ins Stocken. Eigentlich sollte die neue, intelligente Assistentin bereits im März mit dem Update iOS 26.4 erscheinen. Doch interne Tests offenbaren massive Performance-Probleme, wie aus Unternehmenskreisen verlautet. Die Folge: Apple muss die Veröffentlichung wichtiger Features verschieben und plant nun eine gestaffelte Einführung über das Jahr 2026.

Kernfunktionen funktionieren nicht zuverlässig

Im Zentrum der Verzögerung stehen fundamentale Mängel. Die neue Siri reagiert in Tests zu langsam und versteht Nutzeranfragen häufig falsch. Ein besonders peinlicher Bug: Die Assistentin unterbricht Nutzer, die schnell sprechen, und greift in manchen Fällen sogar auf die Konkurrenztechnologie ChatGPT zurück – obwohl sie die Anfrage mit eigenen Modellen beantworten könnte.

„Die Zuverlässigkeit bei komplexen Befehlen ist einfach nicht konsistent“, heißt es aus den Kreisen. Einige Ingenieure plädieren angeblich für eine mehrwöchige Verschiebung, um die Software nachzubessern. Apples Strategie, die Nutzererfahrung über schnelle Releases zu stellen, wird damit auf eine harte Probe gestellt. Der geplante Komplettstart im März ist damit vom Tisch.

Persönlicher Kontext und App-Steuerung warten auf sich

Betroffen von der Verzögerung sind ausgerechnet die vielversprechendsten Neuerungen. Dazu zählt die Fähigkeit, persönliche Daten und Bildschirminhalte zu verstehen. Diese Funktion sollte Siri ermöglichen, etwa einen Link aus einer Nachricht zu finden oder eine gesendete Videodatei zu öffnen.

Ebenfalls verschoben wird das erweiterte „App Intents“-Framework. Es soll Nutzern erlauben, Apps mit mehrstufigen Sprachbefehlen zu steuern – beispielsweise ein Foto zu suchen, zu bearbeiten und an einen Freund zu senden. Erste Testversionen in iOS 26.5 seien noch zu unzuverlässig für einen breiten Rollout.

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Wettlauf mit Google und OpenAI gerät unter Druck

Die neuerliche Verzögerung unterstreicht die technischen Herausforderungen bei der Entwicklung von KI für Endgeräte. Die neue Siri-Architektur mit dem Codenamen „Linwood“ kombiniert eigene Apple-Modelle mit Googles Gemini-KI. Doch die Integration zu einer nahtlosen und privaten Nutzererfahrung bereitet offenbar große Schwierigkeiten.

Für Apple ist das ein herber Rückschlag im Wettrennen mit der Konkurrenz. Google und OpenAI haben im Bereich generative KI längst die Initiative übernommen. Die Siri-Überholung wurde vor fast zwei Jahren angekündigt. Weitere Verzögerungen nähren den Eindruck, dass der iPhone-Konzern in dieser Schlüsseltechnologie hinterherhinkt. Anleger beobachten den Launch von „Siri 2.0“ besonders genau, gilt er doch als Treiber für künftige iPhone-Verkäufe und Service-Umsätze.

Gestaffelter Rollout und Pläne für „Campo“

Zumindest teilweise soll es im März vorangehen. Das Update iOS 26.4 wird wie geplant erscheinen – wenn auch ohne die vollständige KI-Offensive. Möglicherweise enthält es bereits unangekündigte Funktionen wie eine neue Websuche oder ein KI-gestütztes Bildgenerierungstool.

Der große Wurf soll nun mit iOS 27 im Herbst kommen. Intern arbeitet Apple bereits an der nächsten Evolutionsstufe mit dem Codenamen „Campo“. Sie soll eine chatbot-ähnliche Siri-Version hervorbringen, die noch tiefer in das Apple-Ökosystem aus iPadOS und macOS integriert ist. Bis dahin müssen sich Nutzer weiter in Geduld üben.

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