Apple und Google schalten Diebstahlschutz für alle frei
27.02.2026 - 00:09:20 | boerse-global.deApple und Google machen Smartphones für Diebe unattraktiver. Die Tech-Konzerne aktivieren zentrale Sicherheitsfunktionen jetzt standardmäßig für alle Nutzer. Das soll raffinierte Diebstahlmethoden aushebeln.
KI erkennt Diebstahl in Echtzeit
Die neuen Maßnahmen sind eine direkte Antwort auf immer professionellere Diebe. Diese spähen oft zunächst den Entsperrcode aus, bevor sie das Gerät stehlen. Mit dem Code konnten sie bisher Passwörter ändern und Ortungsdienste deaktivieren.
Das soll nun vorbei sein. Apples „Schutz für gestohlene Geräte“ wird mit dem kommenden iOS-Update für alle iPhones zur Pflicht. Google erweitert parallel seinen Android-Diebstahlschutz mit KI.
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Apples Waffe: Biometrie statt Code
Die entscheidende Neuerung bei Apple: Befindet sich das iPhone nicht an einem vertrauten Ort, reicht der Passcode allein nicht mehr aus. Für den Zugriff auf sensible Daten wie gespeicherte Passwörter ist dann zwingend Face ID oder Touch ID nötig.
Besonders kritische Änderungen, etwa am Apple-ID-Passwort, werden zusätzlich mit einer einstündigen Sicherheitsverzögerung geschützt. Diese Funktion war bisher optional – mit dem Update wird sie für Millionen Nutzer automatisch aktiv.
Googles KI wacht über das Smartphone
Google setzt auf künstliche Intelligenz, um Diebstähle zu erkennen. Ein neues System soll typische Bewegungen, wie das plötzliche Entreißen des Geräts, identifizieren und den Bildschirm sofort sperren.
Zudem wird der „Identity Check“ ausgeweitet. Diese Funktion verlangt für sicherheitskritische Aktionen außerhalb vertrauter Orte eine biometrische Bestätigung. Sie gilt nun für alle Apps, die den Android-Standard nutzen – inklusive Banking-Apps und Passwort-Manager.
Samsung mischt mit Hardware-Innovation mit
Der dritte große Player im Markt zieht nach. Samsung präsentierte kürzlich mit der Galaxy S26-Serie ein weltweit erstes „Privacy Display“. Die Hardware-Technologie schützt den Bildschirm vor neugierigen Blicken in der Öffentlichkeit.
Softwareseitig führt Samsung eine KI-gestützte Anrufüberprüfung ein. Sie identifiziert unbekannte Anrufer und fragt den Grund des Anrufs ab, bevor dieser durchgestellt wird. Ein Datenschutz-Alarm warnt zudem, wenn Apps unberechtigt auf sensible Daten zugreifen wollen.
Diese Basics schützen Ihr Gerät
Trotz automatischer Funktionen bleiben grundlegende Maßnahmen wichtig. Sicherheitsexperten empfehlen eine starke Bildschirmsperre mit komplexem Passwort oder Biometrie. Die SIM-PIN sollte immer aktiviert sein, um Missbrauch zu verhindern.
Regelmäßige Backups schützen vor Datenverlust. Dienste wie „Geräte suchen“ (Apple) oder „Mein Gerät finden“ (Android) sollten stets eingeschaltet sein, um Geräte orten und fernlöschen zu können. Notieren Sie sich auch Ihre IMEI-Nummer für eine eventuelle Polizeianzeige.
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Warum die Tech-Riesen jetzt handeln
Hinter dem neuen Sicherheits-Push steckt eine alarmierende Entwicklung. Kriminelle haben ihre Methoden verfeinert und zielen nicht mehr nur auf das Gerät, sondern auf die gesamte digitale Identität ab.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor neuen Angriffen wie „Quishing“. Dabei nutzen Diebe gefälschte QR-Codes, um nach einem Diebstahl an Zugangsdaten zu gelangen. Die neuen System-Schutzmechanismen sollen genau solche Angriffsketten durchbrechen.
Die Zukunft: Sicherheit läuft automatisch
Die aktuellen Ankündigungen markieren einen Trend. Smartphone-Sicherheit wird zunehmend proaktiv und intelligent vom System selbst verwaltet – ohne dass Nutzer erst komplizierte Einstellungen vornehmen müssen.
Mit der Veröffentlichung von iOS 26.4 im Frühjahr erhalten Millionen iPhone-Nutzer automatisch einen höheren Sicherheitsstandard. Es ist wahrscheinlich, dass Google und andere Android-Hersteller mit weiteren KI-Verfeinerungen nachziehen. Für Diebe wird das Geschäft so immer unattraktiver.
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