Apple, Google

Apple und Google rüsten gegen Smartphone-Diebe auf

19.02.2026 - 18:21:21 | boerse-global.de

Apple und Google schalten im Kampf gegen Diebstahl einen Gang her. Der iPhone-Hersteller macht seinen erweiterten Diebstahlschutz zur Standardeinstellung, während Google auf KI setzt, um Geräte in Echtzeit zu sperren. Die Strategie: Gestohlene Smartphones sollen für Kriminelle sofort wertlos werden.

Mit dem kommenden iOS-Update 26.4 aktiviert Apple den ?Schutz für gestohlene Geräte? automatisch für alle. Bisher mussten Nutzer die Funktion manuell einschalten. Sie schließt eine kritische Lücke: Kannten Diebe Passcode und Gerät, konnten sie früher problemlos die Apple-ID zurücksetzen und auf Passwörter oder Zahlungsdaten zugreifen.

Das ändert sich nun grundlegend. Befindet sich das iPhone an einem unbekannten Ort, ist für sensible Aktionen wie das Ändern des Apple-ID-Passworts zwingend Face ID oder Touch ID nötig. Der Passcode allein reicht nicht mehr. Für die riskantesten Änderungen kommt sogar eine einstündige Sicherheitsverzögerung hinzu. Das gibt dem Besitzer Zeit, den Diebstahl zu bemerken und zu reagieren.

Googles KI erkennt Diebstahl in Echtzeit

Auch Google treibt die Sicherheit mit künstlicher Intelligenz voran. Die neue ?Theft Detection Lock? analysiert Bewegungsmuster der Gerätesensoren. Erkennt die KI einen ruckartigen Diebstahl ? etwa wenn das Phone aus der Hand gerissen wird ? sperrt es sich sofort selbst.

Eine weitere Funktion reagiert auf einen klassischen Trick der Diebe: das sofortige Trennen vom Netz. Bleibt ein Gerät nach einem verdächtigen Ereignis offline, wird es automatisch gesperrt. Zudem erschwert ein verstärkter Schutz vor Werksresets den Weiterverkauf. Diese Updates rollt Google schrittweise für Geräte ab Android 10 aus.

Warum die Tech-Riesen jetzt handeln

Hinter dem neuen Sicherheits-Wettrüsten steckt eine brutale Realität: Für professionelle Diebe ist der Gerätewert nebensächlich. Ihr eigentliches Ziel ist die digitale Identität des Opfers. Mit einem entsperrten Smartphone gelangen sie in Minuten an Banking-Apps, Passwörter und Online-Konten.

Besonders gefürchtet ist die Methode ?Shoulder Surfing?. Dabei spähen Täter in der Öffentlichkeit den Entsperrcode aus, bevor sie das Gerät stehlen. Mit Code und Gerät in der Hand waren bisherige Schutzmechanismen oft machtlos. Die neuen Systeme setzen daher früher an und machen den Datenzugriff ohne Biometrie unmöglich.

Was Nutzer jetzt wissen müssen

Die Effektivität der neuen Schutzschilde hängt stark von aktueller Software ab. iPhone-Nutzer erhalten den vollen Schutz bald automatisch. Android-Nutzer sollten prüfen, ob die KI-Funktionen in ihren Sicherheitseinstellungen bereits verfügbar sind.

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Experten betonen jedoch: Auch die beste Technologie ersetzt nicht grundlegende Vorsicht. Starke, nicht leicht zu erratende Passcodes und die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten bleiben essenziell. Die Wachsamkeit des Einzelnen ist nach wie vor ein zentraler Baustein der Sicherheit.

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