Apple testet erstmals verschlüsselte RCS-Nachrichten für iPhone
20.02.2026 - 22:30:12 | boerse-global.deApple unternimmt einen vorsichtigen Schritt zur Absicherung der Messenger-Kommunikation. Im ersten Entwickler-Beta von iOS 26.4 testet der Konzern erstmals eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten. Der Haken: Die Verschlüsselung funktioniert vorerst nur zwischen iPhones. Der lang erwartete Sicherheitsstandard für Chats mit Android-Nutzern bleibt damit weiter außen vor.
Die Beta-Version, die seit dieser Woche verfügbar ist, bringt auch KI-Updates für Apple Music und verbesserte Video-Podcasts. Eine öffentliche Beta soll in den kommenden Wochen folgen, das finale Update im Frühjahr erscheinen.
Verschlüsselter RCS: Ein erster, begrenzter Test
Der Kern des Updates ist der Test der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS (Rich Communication Services). Dieser moderne Messaging-Standard soll die Textkommunikation zwischen iPhone und Android verbessern. In den Einstellungen findet sich nun ein neuer Schalter, der für Beta-Nutzer standardmäßig aktiviert ist. In verschlüsselten Chats erscheint ein Schloss-Symbol – ähnlich wie bei iMessage.
Doch Apple schränkt den Test stark ein: Die Verschlüsselung gilt nur für Gespräche zwischen iPhones, bei denen iMessage deaktiviert ist. Tests mit Android-Geräten sind nicht möglich. Zudem wird die Funktion nicht im finalen iOS 26.4 enthalten sein, sondern erst in einem späteren Update. Apple rollt die Neuerung also schrittweise und kontrolliert aus.
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KI-Playlists und bessere Video-Podcasts
Neben der Messenger-Sicherheit modernisiert Apple seine Unterhaltungs-Apps. Apple Music erhält eine KI-Funktion namens „Playlist Playground“. Nutzer können per Texteingabe Stimmungen, Aktivitäten oder Themen vorgeben, woraufhin die KI automatisch eine passende Playlist erstellt.
Die Apple Podcasts-App wird um „erweiterte Video-Podcast-Fähigkeiten“ aufgewertet. Der Wechsel zwischen Video- und Audio-Stream soll nahtloser werden. Podcaster erhalten zudem Optionen für höherwertige Video-Streams. Kleinere Änderungen gibt es auch in der Benutzeroberfläche, etwa einer neu gestalteten Hintergrundbilder-Galerie.
Standard-Sicherheit und Vorschau auf CarPlay-Video
Im Bereich Sicherheit aktiviert iOS 26.4 die Funktion „Schutz bei Gerätediebstahl“ wahrscheinlich standardmäßig für alle. Sie verlangt bei sensiblen Aktionen – wie dem Zugriff auf gespeicherte Passwörter – eine zusätzliche Face- oder Touch-ID-Bestätigung, sofern sich das iPhone nicht an einem vertrauten Ort befindet.
Im Code finden sich zudem Hinweise auf künftige Funktionen, etwa eine Video-Wiedergabe im Auto für CarPlay. Die Shortcuts-App erhält neue Automatisierungen, etwa zum Setzen des Ladelimits oder zum Verwalten von Orten in der Wetter-App.
Analyse: Das ungelöste „Grüne-Blase“-Problem
Apples Test ist ein bemerkenswerter Schritt in der Debatte um Messenger-Sicherheit. Seit Jahren kritisierten Nutzer und Experten das Fehlen von Verschlüsselung in Standard-SMS zwischen iPhone (blaue Blase) und Android (grüne Blase). Die Einführung von RCS brachte zwar Lesebestätigungen und bessere Medienqualität, aber keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Diese Lücke will Apple nun schließen. Doch indem der Konzern den Test auf sein eigenes Ökosystem beschränkt, bleibt das Kernproblem bestehen: Die Kommunikation zwischen den Plattformen ist weiterhin weniger sicher. Der entscheidende Fortschritt wird erst kommen, wenn Apple die Verschlüsselung für Chats zwischen iPhone und Android freischaltet. Bis dahin bleibt die „grüne Blase“ ein Symbol für eine weniger geschützte Verbindung.
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