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Apple stoppt Updates für alte iPhones nach Notruf-Bug

31.01.2026 - 22:22:12

Ein Sicherheitsupdate für ältere iPhone-Modelle blockierte Notrufe, woraufhin Apple vier iOS-Versionen weltweit zurückzog. Ein Carrier-Update behebt den Fehler bei betroffenen Nutzern.

Ein Software-Update, das Notrufe auf alten iPhones sicherer machen sollte, blockierte sie stattdessen komplett. Nach Meldungen aus Australien hat Apple weltweit mehrere iOS-Updates für ältere Modelle gestoppt. Der Fehler unterstreicht die Risiken bei der Wartung veralteter Technik.

Ironischer Patcher: Sicherheits-Update legt Notrufe lahm

Eigentlich sollte die Wartungssoftware vom vergangenen Dienstag zwei Probleme lösen: Sie sollte eine Schwachstelle bei der Netzwerkumschaltung für Notrufe beheben und ein ablaufendes Sicherheitszertifikat ersetzen. Stattdessen führte das Update iOS 16.7.13 auf Geräten wie iPhone 8 oder iPhone X zu einem folgenschweren Bug. Betroffene konnten plötzlich keine Notrufe mehr absetzen – weder über ihr Heimnetz noch über alternative Netze.

Der Fehler trat zunächst bei Kunden des australischen Netzbetreibers Telstra auf. Das Unternehmen warnte seine Kunden umgehend und arbeitete mit Apple an einer Lösung. Die Brisanz: In Australien ist „000“ die lebenswichtige Notrufnummer, vergleichbar mit der „112“ in Europa.

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Globale Reaktion: Apple zieht vier Updates zurück

Angesichts der potenziell lebensbedrohlichen Konsequenzen reagierte der Konzern aus Cupertino schnell. Bereits am Mittwoch, nur einen Tag nach den ersten Meldungen, stoppte Apple weltweit die Auslieferung von vier Updates: iOS 12.5.8, 15.8.6, 16.7.13 und 18.7.4. Damit konnten keine weiteren Installationen der fehlerhaften Software erfolgen.

Bis Donnertag hatte Apple die Ursache identifiziert und eine ungewöhnliche Lösung gefunden: Statt ein komplett neues iOS-Update zu entwickeln, spielte das Unternehmen einen zielgenauen Carrier-Update an die bereits betroffenen Telstra-Kunden aus. Dieser Patch behebt den Netzwerkfehler im Hintergrund, ohne dass Nutzer eingreifen müssen. Die Updates für iOS 12, 15 und 18 wurden daraufhin wieder freigegeben – nur die problematische Version 16.7.13 bleibt vorerst gesperrt.

Balanceakt: Die Herausforderung alter Hardware

Der Vorfall zeigt die Grenzen der Langzeitunterstützung auf. Apple gilt zwar als Vorreiter bei Software-Updates für alte Geräte, doch die Interaktion neuer Codezeilen mit veralteter Hardware und unterschiedlichen Netzwerken bleibt komplex. Hier kollidieren zwei Anforderungen: Einerseits will Apple Sicherheitslücken schließen und Grundfunktionen erhalten. Andererseits darf dabei keine neue, kritischere Schwachstelle entstehen.

Die Zusammenarbeit mit Telstra erwies sich als entscheidend. Innerhalb von 48 Stunden war der Fehler eingegrenzt und behoben. Diese Kooperation zwischen Gerätehersteller und Netzbetreiber könnte zum Modell für künftige Krisen werden.

Was Nutzer jetzt wissen müssen

Für deutsche iPhone-Besitzer mit älteren Modellen besteht aktuell keine unmittelbare Gefahr. Die fehlerhafte Update-Version ist nicht mehr verfügbar. Die Episode liefert jedoch eine wichtige Lektion für alle: Bei nicht dringenden Wartungsupdates kann es sinnvoll sein, einige Tage zu warten. So lassen sich eventuelle Frühprobleme erkennen, bevor die eigene Sicherheit betroffen ist.

Apple wird nun analysieren, wie der Bug die internen Tests umgehen konnte. Eine überarbeitete Version von iOS 16.7.13 wird in Kürze erwartet. Bis dahin gilt: Die grundlegende Notruffunktion auf allen iPhones – ob alt oder neu – bleibt eine der am besten geschützten Systemkomponenten. Dieses Mal hat die Sicherheitsarchitektur schnell genug reagiert.

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