Apple, Sicherheitsupdates

Apple stoppt Sicherheitsupdates für Millionen iPhones

23.01.2026 - 18:36:12

Apple stellt den Support für iPhone XR, XS und XS Max ein, wodurch diese Geräte keine wichtigen Sicherheitspatches mehr erhalten. Nutzer müssen sich zwischen einem teuren Upgrade und dem Risiko eines unsicheren Geräts entscheiden.

Millionen iPhone-Nutzer verlieren den Schutz vor Cyberangriffen. Apple stellt den Software-Support für weitere ältere Modelle ein. Damit erhalten diese Geräte keine wichtigen Sicherheitsupdates mehr – sie werden zur leichten Beute für Hacker und Datendiebe.

Experten vergleichen die weitere Nutzung solcher iPhones mit einer tickenden Zeitbombe. Jede neu entdeckte Sicherheitslücke bleibt offen. Besitzer betroffener Modelle stehen vor einer schwierigen Wahl: ein teures Upgrade oder das Risiko mit einem unsicheren Gerät eingehen.

Welche iPhones sind jetzt betroffen?

Mit jeder neuen iOS-Generation fallen ältere Geräte aus dem Update-Zyklus. Zuletzt traf es die Modelle iPhone XR, XS und XS Max aus dem Jahr 2018. Sie erhalten keine neuen Betriebssystemversionen mehr.

Noch kritischer ist der Stopp der Sicherheitspatches. Zwar liefert Apple gelegentlich außerplanmäßige Fixes für schwerwiegende Lücken, doch darauf kann man sich nicht verlassen. Als nächstes dürfte die beliebte iPhone-11-Serie von 2019 an der Reihe sein, voraussichtlich mit iOS 27 im Herbst 2026.

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Das sind die konkreten Gefahren

Jede Software hat Fehler. Bei iOS können Angreifer diese als Einfallstor nutzen. Kürzlich zeigten Schwachstellen in der WebKit-Engine von Safari, wie schnell das geht.

Die Folgen für Nutzer sind gravierend:
* Vollständige Kontrolle über das Gerät durch präparierte Webseiten oder Nachrichten
* Diebstahl sensibler Daten wie Passwörter, Bankdaten und privater Fotos
* Kompromittierung von E-Mail-Konten und Banking-Apps

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor diesen Risiken.

Warum ein altes iPhone zum Problem wird

Die Gefahr geht über den eigenen Datenverlust hinaus. Ein gehacktes Gerät kann ferngesteuert und für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden – etwa als Teil eines Botnetzes für DDoS-Angriffe.

Hinzu kommen praktische Einschränkungen. Immer mehr App-Entwickler, besonders aus Finanz- und Gesundheitsbereich, verlangen eine aktuelle iOS-Version. Die Banking-App könnte also bald einfach nicht mehr starten.

Verbraucherschützer kritisieren diese geplante Obsoleszenz. Sie werfen Apple vor, die Gerätelebensdauer künstlich zu verkürzen, um neue Verkäufe anzukurbeln. In Frankreich laufen deswegen bereits offizielle Ermittlungen.

So schneidet Apple im Vergleich ab?

Apple bietet mit fünf bis sieben Jahren Support eine längere Update-Versorgung als die meisten Android-Hersteller. Einige Modelle wie das iPhone 6s bekamen sogar rund zehn Jahre lang Sicherheits-Fixes.

Doch eine offizielle Garantie gibt es nicht. Diese Unsicherheit für Verbraucher steht zunehmend in der Kritik. Die Europäische Union treibt Initiativen für ein “Recht auf Reparatur” und längere Software-Support-Zyklen voran, um Elektroschrott zu reduzieren. Das könnte Apple und andere Hersteller zum Umdenken zwingen.

Was Nutzer jetzt tun können

Die sicherste Option für Besitzer betroffener iPhones ist der Umstieg auf ein unterstütztes Modell. Wer sein altes Gerät unbedingt weiternutzen muss, sollte extrem vorsichtig sein.

Sicherheitsexperten raten:
* Keine sensiblen Transaktionen wie Online-Banking auf dem Gerät durchführen
* Links oder Anhänge aus unbekannten Quellen strikt meiden
* Sich der permanenten Gefahr bewusst sein

Ein aktuelles Betriebssystem bleibt der grundlegendste Schutz für die persönlichen Daten auf dem Smartphone. Ob politischer Druck und mehr Nachhaltigkeitsbewusstsein die Hersteller zu längeren Update-Zyklen bewegen, wird sich zeigen.

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